Putzige Nutrias sollten nicht gefüttert werden

 

Zugegeben – sie sehen putzig aus, stellen ein interessantes Objekt für Naturbeobachtungen dar und zeigen kaum Scheu vor Menschen. Kaum verwunderlich also, dass die Nutrias an der Lenne regelmäßig von einigen Hohenlimburgern gefüttert werden. Doch was gut gemeint ist, erweist sich bei genauem Hinsehen als falsch verstandene Tierliebe. Denn das Füttern dieser bis zu 65 Zentimeter großen, aus Südamerika eingeschleppten Nagetiere schadet nicht nur der heimischen Tier- und Pflanzenwelt, sondern sorgt zudem regelmäßig für eine Vermüllung des Uferbereichs.

Nachdem sich Anwohner der Hohenlimburger Innenstadt über die zur Nutria-Fütterung aufs Ufer geworfenen Essensreste an der Norwichbrücke und der Lennepromenade beschwert hatten, wurden die Bürger für Hohenlimburg aktiv: Sie sprachen die Problematik in der Bezirksvertretung an und baten die Stadtverwaltung um die Installation einer Informationstafel, auf der die Gründe für einen Fütterungsverzicht erläutert werden.

Und tatsächlich bestätigten die städtischen Experten, dass in Hohenlimburg regelmäßig 10 bis 15 Nutrias gesichtet würden, was – so die Auskunft von Anglern – in anderen Lenneabschnitten nicht der Fall sei. Laut Verwaltung ein Hinweis darauf, „dass von der praktizierten Fütterung in diesem Bereich eine Lockwirkung ausgeht und zu einer Erhöhung der Population führt.“

Letztlich stimmte die Bezirksvertretung einstimmig für die Installation einer Infotafel an der Norwich-Brücke und ergänzte den Beschlussvorschlag der BfHo sogar einmütig: So soll das Schild auch auf den Fütterungsverzicht anderer Tierarten wie Wasservögel hinweisen und zudem geprüft werden, ob an der Lennepromenade ebenfalls eine solche Tafel aufgestellt werden kann.

 

Profitieren werden davon nicht nur seltene Pflanzen, die von den Nagern verzehrt werden, und der Uferbereich, dem eine Vermüllung sowie eine Unterhöhlung durch Nutrias erspart bleibt, sondern auch die südamerikanischen Vierbeiner selbst: Denn nur bei einem Verzicht aufs Füttern können sich die Bestände der Tiere auf normalem Wege regulieren. So wie es die Natur vorgesehen hat.

 

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