Ratsherr Frank Schmidt besucht kleine Kanuten

 

Breiten- und Spitzensport gehen beim KC Hohenlimburg Hand in Hand

 Hohenlimburg. Der Breitensport hat es nicht leicht in Hagen und Hohenlimburg. Schon gar nicht, nachdem CDU, Grüne, FDP und Hagen aktiv im Hagener Stadtrat beschlossen haben, den Breitensportlern eine Sportstättennutzungsgebühr für Sportanlagen abzuknöpfen, deren Errichtung die Bürger längst mit ihren Steuern bezahlt haben.

Wenn sich dann noch Vereine bemühen, Zuschüsse aus dem Etat der Bezirksvertretung abzurufen, um damit spitzensportliche Veranstaltungen zu fördern, tut sich die Ratsgruppe Bürger für Hohenlimburg/Piraten Hagen zunächst einmal schwer, diesem Ansinnen zu entsprechen. „Schließlich stellen wir in unserem Programm die Förderung des Breitensports über den Spitzensport; vor allem, wenn Letzterer mit kommerziellem Interesse betrieben wird“, so BfHo/Piraten-Ratsherr Frank Schmidt.

Spitzensport ist auch in Hohenlimburg zu Hause – und hat hier Tradition. Siebenmal wurden zum Beispiel Frank Hemmer und Thomas Loose Deutsche Meister im Zweier-Kanadier, einmal sogar Weltmeister, und 1992 vertraten sie die deutschen Farben bei den Olympischen Spielen in Barcelona.

Medaillen kann man als Kanute also einheimsen – doch reich werden wird man auch mit den kräftigsten Paddelschlägen nicht. Dazu ist der Kanu-Slalomsport zu sehr Randsportart.

Dass der KC Hohenlimburg, der immer wieder Ausrichter hochkarätiger Meisterschaften im Wildwasserpark Hohenlimburg ist, sich auch intensiv dem Breitensport widmet, erfuhr Frank Schmidt jetzt bei einem Besuch der Kanustrecke unweit des Hohenlimburger Rathauses. Dorthin hatte Hohenlimburgs Kanu-Vater Siegfried Schulte, mit 75 Jahren noch immer nimmermüder Cheftrainer des KC Hohenlimburg, den Lokalpolitiker eingeladen, um ihm ein Bild von den breiten- und schulsportlichen Aktivitäten des Vereins zu vermitteln.

Am Lenneufer stiefeln gerade sieben Dreikäsehochs von der Grundschule Im Kley in Richtung Streckenbeginn, bewehrt mit den Booten, die der Verein ihnen zur Verfügung stellt. Dann steigen ein paar Enten auf, um sich einige Meter weiter ein neues Plätzchen zum Paddeln zu suchen, denn hier ist es mit der frühlingshaften Beschaulichkeit erst einmal vorbei.

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„Im Rahmen des offenen Ganztagsangebotes der Schule wird den Schülern von mir der Einstieg in den Kanusport vermittelt“, so Schulte: „Ähnliche Projekte laufen mit der Grundschule Wesselbach sowie dem Gymnasium und der Realschule.“ Den Kindern, das lässt sich leicht an deren Gesichtern ablesen, macht das Riesenspaß, und aufregend ist es obendrein. Für einige ist es immerhin das erste Mal, dass sie im Freiwasser fahren, „und das ist ein ganz anderes Erlebnis als die Trainingseinheiten über den blauen Kacheln des Richard-Römer-Lennebades“, weiß Schulte, der seit seinem zwölften Lebensjahr Kanufahrer ist. Das Ziel des Übungsleiters ist klar: „Wir hoffen, dass einige der Dötze so viel Spaß am Kanufahren gewinnen, dass sie sich in unserem Verein anmelden.“

Die Ratsgruppe Bürger für Hohenlimburg/Piraten Hagen weiß ein solches Engagement zu würdigen, bewegt sich aber auch in einer schwierigen Gemengelage, in der es gilt, gerecht zu handeln. Immerhin wird der Wildwasserpark von der Stadt Hagen gern als Aushängeschild für ihr sportliches Engagement präsentiert und dient dem Hagener Oberbürgermeister als willkommene Pressefoto-Kulisse bei sportlichen Großereignissen. Großereignisse, für die es aus dem Hagener Etat jedoch keinen Cent an Fördermitteln geben soll, wie etwa die für August 2017 geplanten Junioren-Europameisterschaften. Den Part des Förderers soll nach den Vorstellungen der Stadt Hagen stattdessen die Bezirksvertretung Hohenlimburg übernehmen, deren Mini-Etat von 30.000 frei verfügbaren Euro gerade erst vom Hagener Stadtrat um noch einmal zehn Prozent gekürzt wurde. Dafür haben übrigens die gleichen Parteien gesorgt, die den Bürgerinnen und Bürgern auch die Sportstättennutzungsgebühr eingebrockt haben: CDU, Grüne, FDP und Hagen aktiv…

„Mit dem wenigen Geld lassen sich natürlich keine großen Sprünge finanzieren. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir mit den anderen Parteien in der Bezirksvertretung eine für alle Seiten akzeptable Lösung hinbekommen“, so Frank Schmidt, der Kanu-Vater Schulte im Übrigen großen Dank und Respekt zollt: „Dies gilt für sein aktuelles Engagementund gleichsam für seine Lebensleistung. Der heutige Besuch hat mir gezeigt, dass unsere Kinder und Jugendlichen von diesem Engagement profitieren und sich beim KC Hohenlimburg in einer ungemein spannenden, naturnahen Freizeitbeschäftigung erproben können. Diese Erkenntnis ist mir sehr wichtig.“

 

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