„Einwanderung und Integration gestalten – nicht Flüchtende verwalten“

Seit Oktober 2015 treffen sich regelmäßig ca. 50 Jugendliche aus 5 verschiedenen Städten des Ruhrgebiets (Hagen, Iserlohn, Bochum, Hohenlimburg, Marl) und entwickeln ihre eigenen Kampagnen zum Thema „No Hate Speech“. Diese Kampagne ist vom Europarat in Straßburg im Jahr 2012 begonnen worden.

Seitdem setzen sich die Teilnehmer mit Fragen wie „Was sind Hassreden?“ oder „Wo begegnen ihnen Diskriminierungen im Alltag?“ auseinander. Auch die aktuelle Flüchtlingsdebatte ist Thema in den Workshops und beschäftigt die Jugendlichen.

Zwei gemeinsame Wochenendtagungen in der Jugendbildungsstätte Berchum fanden bereits statt, darüber hinaus treffen sich die örtlichen Gruppen zwei Mal im Monat in ihren Städten und entwickeln Ideen, wie sie Diskriminierungen wirksam entgegen wirken können.

Ins Leben gerufen hat das Projekt die Ev. Schülerinnen- und Schülerarbeit Westfalen (BK) e.V. aus Hagen/Berchum.
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Mahnwache soll ein Zeichen setzen

Vom 19.2. bis 21.2.16 rundet die letzte Tagung das Projekt ab. An diesem Wochenende wollen die Jugendlichen und ihre Projektleiter/innen unter anderem mit einer Mahnwache an dem Friedenzeichen auf der Hohenzollernstraße in Hagen die Bürgerinnen und Bürger und die Regierung darauf aufmerksam machen, dass die Entwicklung von gelingenden Integrationskonzepten für Geflüchtete unerlässlich für die Zukunft unserer Gesellschaft ist. Die Dauer der Asylverfahren stellt nur eines der Integrationshemmnisse dar. Die Potenziale der Geflüchteten müssen frühzeitig gefördert und für Menschen, die hier verbleiben, Perspektiven geschaffen werden. Gleichgesinnte sind herzlich eingeladen die Mahnwache mit einer Kerze am 20.2.16 um 19 Uhr zu unterstützen und gemeinsam mit der Projektgruppe ein Zeichen zu setzen.

 

Rückblick

Internationale Arbeit

Neben einem Besuch der Europäischen Kommission und des Rates der Europäischen Union in Brüssel, bei dem die Teilnehmer sich mit der Parlamentsabgeordneten Birgit Sippel austauschen konnten, gab es im November letzten Jahres auch eine internationale Begegnung mit Jugendlichen aus Polen, Estland, Belgien, Griechenland und der Türkei in der Jugendbildungsstätte Berchum.

Gemeinsam arbeiteten 83 Jugendliche in verschiedenen Workshops. Manche spielten Theater, andere erarbeiteten einen Flashmob, den sie gemeinsam mit allen Teilnehmern auf dem Hagener Weihnachtsmarkt zeigten. Andere Teilnehmer beschäftigten sich mit dem Thema Musik, Bild und Video und entwickelten Songs, mit denen sie die Menschen auffordern wollten, Rassismus und Diskriminierungen zu stoppen.

Die Jugendlichen hatten verschiedene Gründe für die Teilnahme an dem Projekt, jedoch verfolgten alle das Ziel, Menschen klar zu machen, dass Rassismus und Diskriminierungen keine Zukunft haben.

Gefördert wird das Projekt durch das Programm „Erasmus+ JUGEND IN AKTION“ der Europäischen Union, das die aktive Beteiligung junger Menschen am demokratischen Leben in Europa unterstützt.

 

Kontakt:

Ev. Schülerinnen- und Schülerarbeit in Westfalen (BK) e.V.

Paul Gaffron

Ergster Weg 59

58093 Hagen

Tel.: 0171-4133171

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