Hagener Gesundheitskonferenz beschäftigte sich mit der medizinischen Versorgungslage

Unter Leitung des für Gesundheit zuständigen Beigeordneten Thomas Huyeng tagte jetzt die 15. Hagener Gesundheitskonferenz. Die 25 Abgeordneten aus den verschiedenen Bereichen der gesundheitlichen Versorgung berieten zusammen mit Politikern aus dem Sozialausschuss die Besetzung der Kassenarztsitze mit Hausärzten und Fachärzten in Hagen und Umgebung Die derzeitige Lage wird dabei von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe mit 130 Prozent (bis auf Hagen-Nord) als überversorgt beschrieben. Durch den hohen Altersdurchschnitt, jeder 3. Hausarzt ist älter als 60 und davon Zweidrittel älter als 65 Jahre, wird sich die Angebotsdichte aber nicht halten lassen. Dazu die Frage zum ärztlichen Nachwuchs. Hier zeigt sich, dass nur jede/r zehnte Studierende sich vorstellen kann, in einer Einzelpraxis zu arbeiten. Auch wollen viele nach ihrem Abschluss in NRW wieder in die Bundesländer zurückgehen, aus denen sie ursprünglich kamen. Letztlich wird alles darauf hinaus laufen, dass gewohnte Standards in Zukunft nicht gehalten werden. Ein Lösungsweg bietet die sektorenübergreifende medizinische Versorgung, mit der die Versäulung zwischen Krankenhäusern und Arztpraxen überwunden wird. Auch können finanziell bestückte Strukturfonds zu Wiederbesetzungen in Praxen beitragen. Das Thema wird zukünftig noch an Brisanz zulegen, so die Sicht aller Beteiligten.

Weitere Tagesordnungspunkte waren die gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen und EU-Zuwanderern aus Süd- Osteuropa sowie zugehörige Fragen zu Infektionen und Hygiene in Sammelunterkünften.

Berichtet wurde weiter über die Fortsetzung des ärztlichen Interventionsprogramms bei häuslicher Gewalt und das Netzwerk Hagener Selbsthilfegruppen mit dem zugehörigen Selbsthilfebüro (Telefon 207-3689 und 181516).

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