Sanierungs-Chance für das Lennebad wurde vertan

Hagen. Mit tatkräftiger Unterstützung des Kämmerers Christoph Gerbersmann (CDU) wurde am Donnerstag die einmalige Chance vertan, mit Fördermitteln des Bundes den Erhalt des Hohenlimburger Richard-Römer-Lennebades zu sichern, kritisiert die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Hagen.
„Unser Vorschlag, zu Beginn des Jahres noch einmal alle Fakten und Zahlen zusammenzutragen und dann zu entscheiden, ob Fördermittel in Höhe von 700 000 Euro nun in die energetische Sanierung des Verwaltungsgebäudes an der Böhmerstraße oder ins Lennebad fließen sollen, wurde im Rat rigoros abgeblockt. CDU, Grüne, FDP und auch Hagen Aktiv haben damit deutlich gemacht, dass sie wie Christoph Gerbersmann das Bad schließen wollen“, kritisiert SPD-Fraktionsvorsitzender Mark Krippner. Gerbersmann hatte zuvor in seiner Haushaltsrede den Freibädern in Haspe und Hengstey und dem Hallenbad in Hohenlimburg keine Überlebenschance gegeben. Vielmehr rief er dazu auf, die Bäder so schnell wie möglich trockenzulegen.
„Die sportliche Betätigung und die Gesundheit unserer Kinder  liegt uns am Herzen. Mit der Schließung des Lennebades werden sowohl das Schulschwimmen als auch der Wassersport in Hohenlimburg begraben. Das lassen wir nicht zu“, sicherte Krippner  das weitere Festhalten der SPD am Lennebad und an den Freibädern zu. Ganz im Gegenteil zur CDU (Hohenlimburg), den Grünen und Hagen Aktiv: „In der Bezirksvertretung sprechen sich alle für die von uns vorgeschlagene Sanierungsmaßnahme des Bades aus und im Rat wird dann lieber ein Verwaltungsgebäude hübsch gemacht. Was ist das für eine Politik?“, fragt Hohenlimburgs SPDFraktionsvorsitzender und Ratsherr Peter Arnusch auch in Richtung  Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Voss (CDU). Bezirksbürgermeister Voss war in der Ratssitzung zu einer Stellungnahme zum Lennebad aufgefordert worden, war aber anscheinende zum Schweigen verdonnert worden. Ein denkwürdiges Verhalten von einem Bezirksbürgermeister bei so einem wichtigen Thema für Hohenlimburg, da sich Voss persönlich für den Erhalt des Bades sehr engagiert.

Ohne weitere Erläuterungen hatte der CDU-Kämmerer in der Ratssitzung referiert, dass die Aufsichtsbehörde in Arnsberg eine Sanierung des Bades gar nicht zulasse, weil das eine Existenzgarantie von zehn Jahren voraussetze. „Diese Drohgebärden kennen wir ja schon. Wenn dem Kämmerer etwas politisch nicht passt, dann schiebt er die Aufsichtsbehörden vor. Schaut man dann genau nach, handelt es sich meistes um heißte Luft“, so Krippner. Mit dem Einsatz der Fördermittel in Hohenlimburg habe die SPD ein erstes Zeichen setzen wollen für den langfristigen Erhalt des Bades. Natürlich hätten weitere Ideen und Projekte folgen müssen. So zum Beispiel der mögliche Ankauf und die Sanierung des an das Bad grenzende Wohn- und Geschäftshaus durch die ha.ge.we.
Aber an Ideen mangele es dem Kämmerer nicht nur bei den Bädern, sondern auch bei der Aufstellung des Doppelhaushaltes 2016/17. So werden längst abgehakte Konsolidierungsmaßnahmen erneut in den „Katalog“ eingestellt und unter der Rubrik „Nicht beschlossene Altmaßnahmen“ geführt. „Das ist nicht nur irreführend, das ist auch falsch. Nur zwei Beispiele: Über die Sportstätten-Nutzungsgebühr und die Nutzungsgebühr für Schwimmbäder wurde abgestimmt. Beide Konsolidierungsmaßnahmen wurden vom Rat auf Initiative der SPD-Fraktion abgelehnt und durch andere Maßnahmen ersetzt. Und dabei bleibt es auch“, macht Mark Krippner in Richtung Kämmerei deutlich.

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