Albaniens Parlamentspräsident Ilir Meta zu Gast bei der SPD-Fraktion

Hagen. Die Arbeitsweise und Erfolgsgeschichte kommunaler Unternehmen, die Flüchtlingsproblematik in Europa und nicht zuletzt der Sport standen am Samstag im Fokus eines Treffens zwischen der SPD-Fraktion Hagen und einer Delegation aus Albanien. So wurden der albanische Parlamentspräsident Ilir Meta und seine Begleiter nicht nur von Bürgermeister Horst Wisotzki, dem Fraktionsvorsitzenden Mark Krippner und Hagens SPD-Parteivorsitzendem Timo Schisanowski im Rathaus begrüßt, sondern auch von den Fußballern des albanischen Fußballclubs Iliria Hagen.

 

Foto: AR
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Die Kicker demonstrierten so ihre Verbundenheit mit ihrem Heimatland.
Parlamentspräsident Meta und seine Begleiter waren bereits am Freitag einer Einladung von Landtagspräsidentin Carina Gödecke in den Düsseldorfer Landtag gefolgt, wo im Rahmen einer Kunstausstellung der Grundstein zu weiteren Kontakten auf Landesebene gelegt wurde. Den Kontakt nach Hagen knüpfte Milazim Jusaj. Der aus Albanien stammende Hagener ist Mitglied im Integrationsrat und somit sachkundiger Bürger der SPD-Fraktion. Das Interesse der Gäste beim Besuch in Hagen am albanischen Nationalfeiertag – das Land feierte am 28. November seinen 103. Geburtstag – galt besonders der kommunalen Selbstverwaltung und den städtischen Beteiligungen. Wie Präsident Ilir Meta bei einem Meinungsaustausch im Rathaus schilderte, seien auch in seinem Land entsprechende Projekte über den Verkauf von Konzessionen auf den Weg gebracht worden. Allerdings nicht immer mit Erfolg, weil wichtige  Steuerungsinstrumente fehlten. Besonderes Interesse zeigten die Gäste, unter ihnen der Botschafter der Republik Albanien, Artur Kuko, und die Honorarkonsulin Anduena Stephan, daher auch am Hagener Entsorgungsbetrieb. Exemplarisch stellten Betriebsleiter Dipl. Ing. Lutz Moeller und  Bürgermeister Horst Wisotzki in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender des HEB das Unternehmen im Rahmen einer Besichtigung vor. Dabei betonte Horst Wisotzki, dass Hagen mit dieser städtischen Beteiligung nicht nur für eine umweltfreundliche Müllverbrennung sorge, sondern zudem Arbeitsplätze sichere, die Müllgebühren für die Bürger niedrig halte und nicht zuletzt Gewinne erwirtschafte, die der Stadt zugutekommen.

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In der Gesprächsrunde wurde auch die Flüchtlingsproblematik in Albanien und Europa nicht ausgeklammert. „Wie können wir ihrer Meinung nach in Deutschland und Europa helfen, damit weniger Menschen Albanien verlassen?“, wollte Mark Krippner von Parlamentspräsident Ilir Meta wissen. Der bedauerte, dass es vor allem junge Albaner nach Italien, Griechenland und nach Deutschland ziehe. „Wir stehen vor großen ökonomischen, sozialen und damit politischen Herausforderungen. Diesen Problemen muss Europa einheitlich gegenübertreten. Leider wollen sich aber viele Länder nicht beteiligen“, so Meta. Es müsse auch deutlicher zwischen jenen Flüchtlingen unterschieden werden, die vor Krieg und Verfolgung fliehen und jenen, die ihr Land aus wirtschaftlichen Gründen verlassen. Dazu gehöre auch, dass Deutschland in der

Flüchtlingsfrage klare Regeln aufstellt. Darüber hinaus müsse verstärkt gegen Schlepperbanden vorgegangen werden, die den Menschen fälschlicherweise berichten, jeder bekäme sofort Arbeit und sozialen Anschluss in Deutschland.
Natürlich sei auch das eigene Land gefordert. „Wir sind in vielen Dingen noch unerfahren und wollen über einen regen Austausch und Kooperationen lernen, wie wir unser Land in Zukunft wirtschaftlich besser aufstellen können“, so Ilir Meta. SPD-Fraktionsvorsitzender Mark Krippner sicherte der Delegation zum Abschied zu, die geknüpften Kontakte zu festigen und mögliche Hilfestellungen aus Hagen anzubieten.

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