Neue Technik verbannt Hochspannungsleitungen unter die Erde

Hagen/Hohenlimburg. Betonkanäle unter der Erde, die 380kv-Kabel ummanteln und abschirmen, anstatt 100 Meter hohe Höchstspannungsleitungen über Wohnbebauung und Sportanlagen. Auf Einladung der SPD-Fraktion Hagen stellte das Hagener Unternehmen e-line technical infrastructure GmbH am Mittwoch erstmals in Hohenlimburg eine innovative unterirdische Verlegetechnik für die bundesweite Stromversorgung vor.
Denn was die Energiewende an negativen Auswirkungen mit sich bringt, wird auf Hagener Stadtgebiet insbesondere in Hohenlimburg deutlich zu sehen sein. Die Stromtrassen von Nord nach Süd werden von 110-kv auf 380-kv-Leitungen umgerüstet, die bereits vorhandenen Masten müssen erhöht und verbreitert werden. Viele Bürger laufen bereits Protest gegen die Monstermasten des Netzbetreibers Amprion, drei  Bürgerinitiativen haben sich gegründet.
Auf Antrag der SPD-Fraktion hat der Rat der Stadt Hagen im Sommer einen für viele betroffene Hagener Bürger wichtigen Beschluss gefasst. Angesichts der sich aktuell ändernden Rechtslage lehnt der Rat der Stadt Hagen die im Planfeststellungsverfahren vorgestellte Realisierung der Pläne für die Höchstspannungstrasse zwischen Dortmund Kruckel und Betzdorf auf Hagener Stadtgebiet ab und fordert eine Neubearbeitung mit dem Ziel, insbesondere in der Nähe dicht bebauter Wohngebiete die Verlegung von Erdkabeln zu realisieren.
„Wir wollen im nächsten Schritt gemeinsam mit den Bürgern, dem Netzbetreiber Amprion und der Bezirksregierung darüber diskutieren und verhandeln, in welchen sensiblen Bereichen wir die Höchstspannungsleitungen unter der Erde verschwinden lassen, um Mensch und Natur zu schützen und zu bewahren“, sieht Mark Krippner, SPD-Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt, gute Chancen für die Anwendung der neuen Technik. Die soll den Hohenlimburgern im Rahmen eines Bürgerforums am 3. Dezember (Ort und Zeit werden noch bekanntgegeben) vorgestellt werden.
Mit dabei sind dann auch die Professoren Dr. Ing. Frank Fasel, Dr. Ing. Matthias M. Middel und Dipl.-Ing. Jürgen Tilsner von e-line, die bereits am Mittwoch in einem Termin für die Presse versicherten, dass ihre Entwicklung marktreif sei und kurzfristig umgesetzte werden kann. Für SPD-Ratsherr  Dr. Friedrich-Wilhelm Geiersbach, Initiator

des Ratsbeschlusses zur Nutzung der Erdkabelverlegung, ist daher jetzt auch schnelles politisches Handeln angesagt. „Wir müssen sofort und mit allen Mitteln auf die Verlegung von Erdkabeln in Infrastrukturkanälen drängen. Mit dieser neuen Technik sollte uns das gelingen. Denn wenn die Hochspannungsleitungen erst einmal ausgebaut sind, dann werden unsere Nachfahren sie auch in 60 Jahren noch vor Augen haben.“

Anlage:
Pressemitteilung e-line technical infrastructure GmbH

Pressemitteilung e-line

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