Müllentsorgung und Sportplätze – SPD überzeugt Rat mit guten Argumenten

Hagen. Reichlich Überzeugungsarbeit und vor allem Zeit investierte die SPD-Fraktion in der letzten Ratssitzung in den Tagesordnungspunkt „Inhousefähigkeit HEB und HUI“.
„Es hat sich gelohnt, immerhin haben wir auf unsere Initiative hin einstimmig beschlossen, dass die Anteile, die jetzt noch bei Mark E liegen, an die beiden Unternehmen verkauft werden sollen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass Hagens Müllentsorgung fest in kommunaler Hand bleibt. Damit sichern wir Arbeitsplätze und sorgen dafür, dass die Gebühren für den Bürger stabil bleiben“, so Mark Krippner nach fast zweistündiger Diskussion. Obwohl die CDU den Antrag der SPD-Fraktion im Vorfeld kannte, tat sie im Rat erstaunt, sträubte sich zunächst gegen eine gemeinsame Vorgehensweise und führte immer wieder Hinderungsgründe auf, die allerdings schon lange aus dem Weg geräumt waren.
Das machte auch Horst Wisotzki, Vorsitzender des HEB-Aufsichtsrates, unter dem Applaus der anwesenden HEB-Mitarbeiter deutlich: „Wir sind uns doch schon lange einig geworden. Mit der Übertragung der Anteile machen wir unser kommunales Unternehmen fit für die Zukunft. Nur so können wir auf dem Markt agieren und existieren.“ Dietmar Thieser fordert darüber hinaus Grüne und CDU auf, in dem Verfahren nicht nach privaten Investoren zu schielen. „Wir müssen jetzt handeln und dürfen uns nicht von Remondis beeinflussen lassen.“
Durchsetzen konnte sich die SPD-Fraktion auch auf dem sportpolitischen Feld. Der Antrag der CDU, mit einer Umschichtung bislang noch gar nicht frei gegebenen Fördermittelen den Dahler Sportplatz mit Kunstrasen auszustatten, wurde komplett an den Sportausschuss verwiesen. „Wer solche einseitigen und unausgegorenen Anträge im Rat stellt, der muss damit rechnen, dass die Hagener Sportfamilie, auf die Barrikaden geht“, so Mark Krippner in seiner Funktion als Sportausschussvorsitzender. Natürlich stehe Dahl auf einer schon vor Jahren erstellten Prioritätenliste auf Platz 1. Allerdings, so erinnerte Krippner im Rat, sei damals auch vereinbart worden, dass man gemeinsam mit Dahl auch eine Hasper Anlage modernisieren werde, wenn das entsprechende Geld vorhanden ist. „Wir wollen Dahl ja gar nicht zurücksetzen oder gar streichen. Wir müssen aber erkennen und auch berücksichtigen, dass sich in den letzten Jahren die Verhältnisse verändert haben.“ So sei der Sanierungsdruck in Haspe jetzt weniger hoch als beispielsweise im Hagener Norden, wo zwei Vereine fusionieren wollen. Die dortige Bezirkssportanlage sei auch in einem traurigen Zustand. „Wir werden jetzt im Sportausschuss gemeinsam mit dem Kämmerer in Ruhe klären, ob und wie viel Geld investiert werden kann und welche Sportanlagen wir damit auf den neuesten Stand bringen können“, versicherte Krippner in Richtung CDU, deren Ratsvertreter unter dem Druck der Argumente kräftig zurückrudern mussten.

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