Erdkabel statt Höchstspannungsleitungen in Wohngebieten

Hagen. Auf Antrag der SPD-Fraktion hat der Rat der Stadt Hagen in seiner letzten Sitzung einstimmig einen für viele Hagener Bürger wichtigen Antrag verabschiedet. Angesichts der sich aktuell ändernden Rechtslage, so wurde beschlossen, lehnt der Rat der Stadt Hagen die im Planfeststellungsverfahren vorgestellte Realisierung der Pläne für die Höchstspannungstrasse zwischen Dortmund Kruckel und Betzdorf ab und fordert eine Neubearbeitung. Die SPD-Fraktion will damit erreichen, dass insbesondere in der Nähe dicht bebauter Wohngebiete keine 380-kV-Freileitung gebaut wird, sondern stattdessen Erdkabel verlegt werden. Das gilt für den Ortsteil Bathey als auch für Henkhausen, Berchum und Elsey. In diesen Bereichen soll die vorhandene 220kVLeitung entsprechend ausgebaut werden. In dem Antrag heißt es dazu: „Die Verwaltung wird beauftragt, die Interessen der Stadt Hagen in diesem Sinne mit hoher Priorität und besonderem Nachdruck zu vertreten.“
Die Interessen der Stadt Hagen und vieler ihrer Einwohner sind von dem Vorhaben betroffen, die vorhandenen Freileitungen im Stadtgebiet auszubauen. Die Folge: Die vorhandenen Hochspannungsmasten müssen erhöht und teilweise verbreitert werden, neue Masten werden gesetzt, um die Spannung in den Freileitungen anschließend um 160 kV erhöhen zu können. Bereits im Rahmen des vorausgegangenen Raumordnungsverfahrens wurde deutlich, dass die betroffenen Bürger, die in der Nähe einer Freileitung wohnen, mit den Planungen über ihren Grundstücken, Straßen und letztendlich über ihren Köpfen nicht einverstanden sind. In ihren Einwendungen gegen den Bau der Trasse, so rät die SPD, sollten die Bürger den Einsatz neuester Technik fordern. Hier sei eine weitere Entwicklung zu erwarten.
„Was anscheinend in Bayern möglich ist, das muss auch für uns hier in Hagen gelten. Wenn es die moderne Technik möglich macht, dann wollen wir uns nicht mit dem zufrieden geben, was bislang angeboten wurde. Deshalb fordern wir, dass dort, wo Freileitungen besonders nah an die Wohnbebauung heranrücken, das Verlegen von Erdkabeln als Alternative geprüft wird“, fordert der SPD-Fraktionsvorsitzende Mark Krippner.
Das bisherige Planungs-Verfahren, so SPD-Ratsherr Dr. Friedrich-Wilhelm Geiersbach, stütze sich bisher auf gesetzliche Grundlagen, die eine Trassierung nahezu ausschließlich durch Freileitungen vorgibt „Aktuelle Gesetzesänderungen rücken von dieser Vorgabe ab. Nicht zuletzt zur Sicherung einer größeren Akzeptanz in der Bevölkerung sollen verstärkt Erdkabel verbaut werden. Die Möglichkeit, auf Hagener Stadtgebiet so zu verträglicheren Lösungen zu kommen, soll auf jeden Fall ergriffen und mit besonderem Nachdruck verfolgt werden“, so Geiersbach.

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