Bürgerveranstaltung im Ratssaal Hohenlimburg

 

Martin Bleja stellte den Verfahrensablauf vor. Der nächste Schritt  nach der Anhörung  der Träger öffentliche Belange, ist die öffentliche Auslegung, die in der Gemeinde Nachroth-Wiblingwerde stattfinden wird.

Er stellte aber fest, dass die Gemeinde Nachroth-Wiblingwerde nicht den Abstand von 700 m, die sie selber festgelegt hat,  zur  Wohnbebauungsgrenze in Hohenlimburg einhält. Hier muss die Planung noch einmal geändert werden. Sollte dies geschehen müsste die nördliche Fläche, sowie ein Teil der Flächen Roter Stein und Lahmen Hasen, zurückgenommen werden.

Die Stadtverwaltung hat eine Vorlage erstellt, die noch vor dem 21.Februar 2014 im Umweltausschuss, im Stadtentwicklungsausschuss und im Rat der Stadt Hagen behandelt wird. Alle Anregungen und Bedenken, die noch einfließen, können bzw. sollen noch mit aufgenommen werden und dann der Gemeinde Nachroth-Wiblingwerde mitgeteilt werden.

Andreas Welzel nahm als Ornithologe Stellung. Als Befürworter von Windkraftanlagen, sprach er  sich jedoch hier in diesem  Fall, ganz klar gegen die Erstellung eines Windparks aus. Der Artenschutz ist hier insbesondere bedroht. Die Vogelfluglinie auf der alle Zugvögel (z.B. Kraniche) fliegen liegt genau auf der Höhe der geplanten Windkrafträder. Ein Ausweichen der Vögel ist fast unmöglich. Dass Vögel in die Windräder geraten ist höchstwahrscheinlich.

Foto: Andreas Welzel
Foto: Andreas Welzel
Schwarzstorch

Aber auch die Vogelarten wie Roter Milan, Uhu und der Schwarzstorch, die hier in Veserde und Hohenlimburg ansässig sind, sind betroffen.

Foto: Andreas Welzel
Foto: Andreas Welzel

Anhand von Tabellen und Charts zeigte er in welcher Höhe die Vögel auf die Windräder stossen werden und bewies damit, dass es kaum eine Möglichkeit für die Vögel gibt den Windrädern auszuweichen.

Grafik: Andreas Welzel
Grafik: Andreas Welzel

Rote Pfeile:   Vogelflugline

Blaue Pfeile: Windkrafträder

Marcus Burghardt stellte nach den Ausführungen von Martin Bleja fest, dass er nach dem jetzigen Kenntnisstand nicht genau sagen kann, wo die Windräder aufgebaut werden sollen und wie viele Windräder es werden sollen.

Genau so blieb offen, wie die Anlagen an die Standorte gebracht werden.  Bei einer Nachfrage zum Anschluss an das Energienetz, erklärte  M. Burkhart, dass der Energienetzbetreiber den nächst möglichen Anschlusspunkt zur Verfügung stellen muss. Hier könnte der Anschlusspunkt auf Hohenlimburger Gebiet in der Nahmer liegen.

Ein Bürger äußerte sich so, dass wahrscheinlich die zuständige Trafostation nicht ausreicht. Hier müssten wesentliche Änderungen an der Trafostation vorgenommen werden.

Eine Bürgerin sprach sich insbesondere gegen den Bau der Windkraftanlagen aus. Sie hat einschlägige Erfahrungen gemacht.  Ob es Abstände zur Wohnbebauung sind, die nicht eingehalten worden sind, oder ob es  ein Versprechen durch den Betreiber ist,  die Anlage bei Überschreiten der Lautstärke abzuschalten oder aber, dass bei Erreichen der gesetzlich festgelegten 30 Minuten Schlagschatten ,den die  Anlage wirft, diese abgeschaltet wird. Alle Zusagen wurden nicht eingehalten.

Wohl kaum ein Anlagenbetreiber prüft ob die Werte eingehalten werden. Man ist alleine gegen  den Betreiber. Klagen gegen den Betreiber ist fast unmöglich, da die Kosten sehr hoch sind. Um etwas zu beweisen muss man sich eigene Geräte zur Lärmmessung anschaffen um genau festhalten zu können, ob die gesetzlichen Werte eingehalten werden.

So wie dies beschrieben ist, kümmert sich ein Betreiber wohl nicht um die Belange von Einwohnern, sondern um die Wirtschaftlichkeit der Anlage ohne Rücksicht auf die Menschen (Bewohner) oder Tiere.

Kein Wunder, Wohnen doch die Investoren  meist ungestört in anderen Gebieten.(Vielleicht in Bentheim?)

Hier stellt sich wie immer die Frage, wer kommt für die Kosten auf? Was muss insgesamt geändert werden? Findet ein zusätzlicher Eingriff in die Natur statt?

Und wer bezahlt im Nachhinein die Zeche? Der Bürger?  Man kann feststellen ,ein teurer Umbau, wird dann wie immer auf die Bürgerinnen und Bürger umgelegt. Da brauch man sich nicht über eine Erhöhung der Strompreise wundern.

Viele Bürgerinnen und Bürger ob es Befürworter oder Gegner von Windkraftanlagen waren, fast alle sprachen sich gegen die Errichtung der Anlage aus. Zu viele Faktoren sprechen hier gegen den Bau einer Windkraftanlage.

Wie wird es weitergehen?

Ein weiterer Bericht wird Folgen!

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