Stadt Hagen gewinnt Bundeswettbewerb

30.000,- € für die Killermücke Lucy:

Berlin/Hagen, 25. September 2014 – Die Stadt Hagen gehört zu den Preisträgern des Bundeswettbewerbs „Kommunaler Klimaschutz 2014“. Ausrichter des Wettbewerbs sind das Bundesumweltministerium und das Service- und Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz, das beim Deutschen Institut für Urbanistik angesiedelt ist. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Hagen erhielt die Auszeichnung für die Entwicklung, Aufführung und Begleitung einer Theater-Trilogie, um Kinder auf spielerische Art und Weise für die Themen Klimaschutz, Klimawandel und Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Das Projekt ist Teil des umfassenden Klimaschutzprogramms der Stadt Hagen und ermöglicht es, viele Kinder in der Stadt erfolgreich anzusprechen und sie zu motivieren, Klimaschutz im Alltag umzusetzen. Oberbürgermeister Erik O. Schulz nahm den Preis auf der 7. Kommunalkonferenz in Berlin entgegen. Das Preisgeld in Höhe von 30.000,- Euro ist in die Umsetzung weiterer Klimaschutzprojekte zu investieren. Erik O. Schulz dazu: „Durch die Kooperation zwischen dem „theaterhagen“ und dem Umweltamt ist ein Urban Gardening Projekt im Innenstadtbereich – unmittelbar am Theater – geplant, wo zukünftig auf einer ‚grünen Außenbühne‘ weitere Aktivitäten für junge Menschen stattfinden können. Und natürlich wird das Preisgeld für weitere Theaterarbeiten genutzt, die globale Zukunftsfragen in den Mittelpunkt der Handlung rücken.“

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumwelt­ministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, gratulierte den Preisträgern: „Die 117 Bewerbungen belegen, wie aktiv Klimaschutz vor Ort gelebt wird. Die Gewinnerkommunen, aber auch alle anderen Bewerber, zeigen: kommunaler Klimaschutz regt die Kreativität der Akteure vor Ort an und sendet als Impulsgeber für eine zukunftsfähige Region wichtige Signale. Ihre innovativen und erfolgreichen Klimaschutzprojekte sind leuchtende Beispiele, die möglichst viele weitere Kommunen zum Engagement im Klimaschutz motivieren sollen.“

Werner Hahn, Leiter des „lutzhagen“ (Kinder- und Jugendsparte des „theaterhagen“), hat die Stücke entwickelt und mit dramaturgischen Mitteln versucht, kommunalen und globalen Klimaschutz in einen untrennbaren Kontext zu stellen. Hauptdarstellerin ist die afrikanische Mücke Lucy, die als Identifikationsfigur dient und durch eine Handpuppe verkörpert wird.

2010 feierte der erste Teil der Trilogie „Lucy, die Killermücke“ mit den Themen Erderwärmung und Klimawandel Premiere und wurde seitdem 30 Mal vor ausverkauftem Haus präsentiert. Der zweite Teil „Lucy und der Hungerbauch“ behandelt Themen wie Lebensmittel­knappheit und die Auswirkungen von Ernährung auf das Weltklima und Teil drei, „Lucy und der Wasserschaden“, dreht sich um die Probleme Wasserknappheit, Wasserverbrauch und die fortschreitende Wüstenbildung. Dem jungen Publikum wird das Thema Klimawandel umfassend und intensiv, aber immer altersgerecht präsentiert. Das Ziel ist es, die Kinder bereits früh zu sensibilisieren und zu einem von Suffizienz geprägten Verhalten anzuregen, also klar zu machen, dass es sich immer lohnt, im Alltag auf den sparsamen und effizienten Gebrauch von Energie und Rohstoffen zu achten. So sind Kinder noch offener für eine nachhaltige Ausrichtung des eigenen Lebensstils, z.B. bei der Mobilität, der Ernährung und der Kleidung, als Erwachsene. Alle Stücke enden deshalb mit der musikalischen Aufforderung „Hinaus in die Welt und fragen – und mit den Fragen die Erwachsenen plagen!“.

Durch die Unterstützung mehrerer Sponsoren – vorrangig durch die Aktion des Theaterfördervereins „Jedes Kind ins Theater“ – konnte es gelingen, die jungen Gäste kostenfrei in die Vorstellungen einzuladen. Neben den Theaterstücken gab es verschiedene theaterpädagogische Angebote für Kitas und Grundschulen in Form von Vor- und Nachgesprächen, Materialmappen, Programmbögen, Malbüchern des Umweltamtes und vieles mehr. In mehreren Kitas wurde Lucy nachgebaut und achtet nun darauf, dass die im Theater gewonnenen Einsichten im Alltag verankert werden. Die Hagener Idee kann problemlos auch von anderen Kommunen übernommen werden, denn einzelne Szenen – aber natürlich auch das ganze Stück – sind sowohl für Schüler- als auch professionelle Theatergruppen leicht nachzuspielen.

Bemerkenswert ist auch das Konzept des jungen Theaters „lutzhagen“: Zum einen stehen Jugendliche aus Hagen selbst auf der Bühne und zum anderen wird bei der Besetzung großen Wert auf die Mischung von soziokulturellen Aspekten gelegt: So sind die Schauspieler internationaler Abstammung und besuchen ganz unterschiedliche Bildungseinrichtungen – vom Gymnasium bis zur Fördereinrichtung.

Den Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz“ lobt das Bundesumweltministerium seit 2009 im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative zusammen mit dem beim Deutschen Institut für Urbanistik angesiedelten Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz aus. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Ausgezeichnet werden Kommunen und Regionen für besonders vorbildliche Klimaschutzprojekte. In diesem Jahr wurden insgesamt 117 Beiträge in drei unterschiedlichen Kategorien eingereicht. Die Stadt Hagen hat sich mit dem Projekt „‚Lucy-Trilogie‘ – Kinder- und Jugendtheater für den Klimaschutz“ in der Kategorie „Kommunaler Klimaschutz zum Mitmachen“ beworben. In dieser Kategorie gab es 56 Bewerber, aus denen drei Gewinner ausgewählt wurden. Die Bekanntgabe und Auszeichnung erfolgte auf der 7. Kommunalkonferenz, die am 25. und 26. September in Berlin stattfindet. Weitere Informationen zum Wettbewerb sowie Fotos von der Veranstaltung und vom ausgezeichneten Projekt: www.klimaschutz.de/kommunen/wettbewerb2014

 

 

 

Bleicher/Presse 2014/Klimaschutzpreis

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