Schmidt erfreut über Renaturierung: Bald wieder Lachse in der Lenne?

Auftakt zum 1. Bauabschnitt: 6,5 Millionen Euro fließen in ökologische Maßnahme

„Vielleicht haben wir ja bald wieder Lachse in der Lenne“, freute sich nicht nur Gerd Borgmann, Gewässerwart bei den Angelfreunden Lenne Hohenlimburg, über den ersten Spatenstich zum jetzt erfolgten Auftakt der Renaturierung des Flusses. Und Frank Schmidt (Bürger für Hohenlimburg/Piraten Hagen), als Mitglied von Bezirksvertretung Hohenlimburg, Umweltauschuss und Rat der Stadt Hagen seit langem mit dem Projekt befasst, betonte: „Wir haben uns immer dafür eingesetzt, neben dem sportlichen Wert für die Kanuten auch das ökologische Potential des Flusses in den Blick zu nehmen. Dieser Anspruch wird heute in die Tat umgesetzt.“

Umweltausschussmitglied Frank Schmidt (Bürger für Hohenlimburg/Piraten) machte sich vor Ort ein Bild vom Auftakt der Lenne-Renaturierung: „Wir haben uns stets nachdrücklich dafür eingesetzt, neben dem sportlichen Wert für die Kanuten auch das ökologische Potential des Flusses in den Blick zu nehmen.“

Ein natürlich fließendes Gewässer, umgeben von einem idyllischen Auenvorland: Dieses Ziel möchten die Stadt Hagen und der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) mit der Renaturierung der Lenne erreichen. „Die starren Ufereinfassungen werden entfernt, sodass sich das Gewässerbett von jetzt 20 auf bis zu 100 Meter verbreitert. Gleichzeitig sinkt die Fließgeschwindigkeit“, erläuterte Fachbereichsleiter Gerald Fleischmann vom WBH Einzelheiten der Maßnahme. Somit werden negative Folgen der in den 70-er Jahren erfolgten Kanalisierung der Lenne rückgängig gemacht; Fauna und Flora des Flusses bekommen deutlich bessere Lebensbedingungen.

Aufgrund der Umgestaltung kann die Lenne durch eigendynamische Umlagerungsprozesse ein reich strukturiertes Gewässerbett und ein natürliches Auenvorland entwickeln. Parallel verbessert sich der gewässerökologische Zustand auf natürliche Weise. Gleichzeitig wird der Flussbereich zu einem attraktiven Freizeitareal mit der Möglichkeit, naturnahe Flussabschnitte im Hohenlimburger Umfeld zu erleben. Der vorhandene gepflasterte Fuß- und Radweg wird mit einer asphaltierten Variante ersetzt. „Leider“, so Baudezernent Henning Keune, „ist die Neuanlage von Fuß- und Radweg nicht durch die Fördermittel abgedeckt.“

Bis voraussichtlich Ende 2020 soll der erste von drei Bauabschnitten abgeschlossen sein. Die Renaturierung erfolgt mit Hilfe von Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen. „Das Investitionsvolumen für den ersten Bauabschnitt beträgt rund 1,7 Millionen Euro. Die Gesamtkosten für alle drei Bauabschnitte belaufen sich nach der aktuellen Kostenberechnung auf 6,5 Millionen Euro“, gab Oberbürgermeister Erik O. Schulz einen Einblick in die Finanzkalkulation. Schulz ließ es sich nicht nehmen, neben dem Spaten auch den bereitstehenden Bagger zu nutzen und mit ein paar gut gefüllten Schaufeln für ordentlich Erdaushub am Lenneufer zu sorgen.

Mit der weiteren Bauausführung wurde indes die Firma Christian Hauschulte-Oberdick aus Arnsberg beauftragt. Der WBH bittet für die auftretenden Behinderungen während der Arbeiten um Verständnis.

 

 

 

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