Starker Pokalkampf des VfL Bochum: Bayern retten sich in der Schlussphase

Im Westen. (zico) Welch ein Drama! Es sah lange nach einer faustdicken Überraschung aus im ausverkauften Vonovia Ruhrstadion, wo 26.600 Zuschauer 82 Minuten lang kaum ihren Augen trauten. Der VfL Bochum, Tabellen-16. der 2. Bundesliga, forderte den Deutschen Meister FC Bayern München, brachte ihn an den Rand einer Niederlage, um die Sensation auf der Zielgeraden doch noch aus der Hand zu geben. Gewonnen hatten die Jungs von Trainer Thomas Reis dennoch beim 1:2 (1:0) in der 2. Hauptrunde des DFB-Pokals – an Respekt und Anerkennung für eine Leistung, die den Bochumern zum aktuellen Zeitpunkt wohl niemand zugetraut hatte.

Schon in der ersten Minute hatte der VfL-Anhang Torjubel auf den Lippen, als Danny Blum sich auf der linken Seite durchsetzte und Simon Zoller bediente, der jedoch freistehend aus zentraler Position vergab, weil er den Ball nicht richtig traf (1.). Nach einer Viertelstunde produzierte dann auch der FC Bayern Ansätze von Gefahr, doch Kingsley Coman schoss über das Tor (15.), während Corentin Tolisso (16.) und Alphonso Davies (27.) ihren Meister in VfL-Schlussmann Manuel Riemann fanden.

Dann der Paukenschlag: Blum vernaschte Münchens Joshua Kimmich auf der linken Seite, flankte nach innen, und Davies bekam das Bein nicht mehr weg – Eigentor, 1:0 für Bochum! Das gute alte Ruhrstadion glich ab sofort einem Tollhaus, und mit aufopferungsvollem Einsatz verteidigten die Bochumer ihre Führung bis zur Halbzeitpause.
Bayern-Trainer Nico Kovac brachte nun Robert Lewandowski für den blass gebliebenen Ivan Perisic, doch am Ergebnis änderte das lange Zeit nichts. Im Gegenteil, fast hätte Danny Blum seine starke Leiastung mit einem Sensationstor gekrönt. FCB-Keeper Manuel Neuer schlug einen langen Ball auf den Bochumer, der die Kugel schnell annahm und aus 60 Metern Entfernung in Richtung Bayern-Tor abzog. Neuer musste sich schon gewaltig sputen, konnte das Spielgerät aber gerade noch aus der Luft fischen (80.).

Und dann ging’s dahin: In der 83. Minute gelang den nach der Müller-Einwechselung deutlich engagierteren Münchenern das 1:1 – nach Kimmichs Flanke auf den langen Pfosten war Serge Gnabry zur Stelle und traf zum Ausgleich. Und auch zur Verlängerung kam es nicht, denn nach dem Platzverweis für Youngster Armel Bella-Kotchap wgen Hand-Notbremse schlug es erneut hinter Manuel Riemann ein. Kingsley Coman setzte Thomas Müller im Fünfmeterraum in Szene, und der Weltmeister von 2014 stocherte die Kugel willensstark über die Linie (89.).

Der VfL Bochum wird nun am Montag, 4. November, 20.30 Uhr, gegen den 1.FC Nürnberd versuchen, seine starke Leistung im Zweitliga-Alltag zu wiederholen und endlich den ersten Heimsieg der Saison zu erringen.

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