Mit 2:2-Remis: Bochum schickt Union Berlin in die Relegation

 

 

Im Westen. (zico) Am Ende mischten sie doch noch im Aufstiegspoker mit, die Bochumer Jungen, die zu Saisonbeginn eigene Erstliga-Ambitionen angemeldet hatten. Letztlich blieb dem VfL aber nur die Rolle des Züngleins an der Waage: Mit einem 2:2 (1:0)-Unentschieden gegen den 1.FC Union Berlin beförderte die Dutt-Elf den SC Paderborn zum Direktaufstieg ins Oberhaus, während die Köpenicker ihr Aufstiegsglück in der Relegation gegen den VfB Stuttgart suchen muss.

Über 5.000 knallrot gekleidete Union-Fans unter den 24.500 Zuschauern erwarben sich mit ihrer fulminanten Unterstützung für ihre Mannschaft zunächst auch im VfL-Lager Sympathien, die sie sich im zweiten Durchgang mit dem massiven Einsatz von Pyrotechnik allerdings wieder komplett verscherzten.

Auf dem Rasen zündete zunächst das Spiel der Platzherren: Danilo Soares schickte Anthony Losilla mit einem Pass auf die Reise, und der schloss überlegt zur Bochumer 1:0-Führung ab (24.). Die Eisernen waren nun gefordert, stand es zu diesem Zeitpunkt doch in Dresden, wo Konkurrent SC Paderborn spielte, 1:1 – mit einem Sieg konnte Union also vorbeiziehen. Doch der VfL verteidigte konzentriert und ließ bis zur Pause nichts anbrennen.

Ohne personelle Wechsel starteten die letzten 45 Minuten der Saison, dafür mit einem Schocker für die Gäste: Grischa Prömel vertändelte das Leder im eigenen Strafraum und wusste sich dann nur noch mit einem Foul gegen Lukas Hinterseer, der ihm zuvor den Ball abluchste, zu helfen. Silvere Ganvoula schnappte sich die Kugel und traf wuchtig und unhaltbar für Berlins Keeper Rafal Gikiewicz ins rechte Eck (49.) – 2:0 für den VfL, Saisontor Nummer fünf für den Kongolesen. Wenig später ließ sich auch sein Team mal wieder im Bochumer Strafraum blicken, Sebastian Polter konnte Riemann aus spitzem Winkel jedoch nicht überlisten (52.). Dennoch wirkte Union gehemmt, der VfL dagegen spielte frei auf. Eine tolle Kombination über Tom Weilandt, Lukas Hinterseer und Anthony Losilla wusste Milos Pantovic aus vollem Lauf jedoch nicht zu vollenden (58.).

Union gab sich nicht auf und näherte sich immer mal wieder an, brenzlig wurde es für Manuel Riemann aber weiterhin selten. Eine überaus fragwürdige Entscheidung des Schiedsrichtergespanns gegen den VfL brachte Union dann aber zurück ins Spiel. Ganvoula behauptete den Ball an der gegnerischen Eckfahne und traf unabsichtlich und unglücklich Christopher Trimmel im Gesicht, der theatralisch zu Boden ging – Ampelkarte für den Torschützen zum 2:0 (72.) wegen eines ganz normalen Zweikampfs. Berlin rannte nun mit dem Mut der Verzweiflung an und hatte Glück: Grischa Prömel fasste sich aus der Distanz ein Herz; entscheidend abgefälscht von Thomas Eisfeld schlug die Kugel unter Mithilfe des Innenpfostens unhaltbar für Riemann im Tor ein (83.). Drei Minuten später fiel gar der Ausgleich. Einen haltbaren Schuss von Joshua Mees lies Riemann, der noch dran war, über die Linie rollen (86.). Lange fünf Minuten Nachspielzeit hatte der VfL noch zu überstehen, doch Riemann vereitelte mit einer Glanzparade den dritten Gegentreffer und schickte Union somit in die Relegation.

Damit schließt der VfL die Saison auf dem elften Tabellenplatz ab.

 

 

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