Theater Hagen – Spielplan 2019|20

Theater Hagen – Spielplan 2019|20

Geschäftsführer: Dr. Thomas Brauers / Intendant: Francis Hüsers / Generalmusikdirektor: Joseph Trafton / Ballettdirektorin: Marguerite Donlon /
Leiterin des Kinder- und Jugendtheaters: Anja Schöne

Für den Spielplan 2019/20 zeichnen Intendant Francis Hüsers, Generalmusikdirektor Joseph Trafton, die neue Ballettdirektorin Marguerite Donlon sowie Lutz-Leiterin Anja Schöne verantwortlich.

Hüsers: „Form und Inhalt sinnvoll und sinnlich perfekt aufeinander abzustimmen, ist wahrscheinlich das Geheimnis jedes erfolgreichen Kunstwerks. Genau das ist in der Spielzeit 2019/20 bei einer ganzen Menge populärer Titel der Fall, die das Theater Hagen im Großen Haus bietet: die Wiener Operette „Der Graf von Luxemburg“ von Franz Lehár (ab 26.10.2019, Inszenierung: Roland Hüve, Musikalische Leitung: Rodrigo Tomillo), Jacques Offenbachs phantastische Oper „Hoffmanns Erzählungen“ (ab 30.11.2019, Inszenierung: Susanne Knapp, Musikalische Leitung: Joseph Trafton), Albert Lortzings komische Oper „Zar und Zimmermann“ (ab 1.2.2020, Inszenierung: Holger Potocki, Musikalische Leitung: Rodrigo Tomillo), unsere neue Rockshowparty „Wenn die Nacht am tiefsten (… ist der Tag am nächsten)“ (ab 14.3.2020, Inszenierung: Thilo Borowczak, Musikalische Leitung: Andres Reukauf) , die Oper „Salome“ von Richard Strauss (ab 4.4.2020, Inszenierung: Magdalena Fuchsberger, Musikalische Leitung: Joseph Trafton) und nicht zuletzt das beliebte Musical „Anatevka“ von Jerry Bock (ab 30.5.2020, Inszenierung: Thomas Weber-Schallauer, Musikalische Leitung: Steffen Müller-Gabriel). Dazu kommt die Konzertante Aufführung von Giuseppe Verdis Oper „Il trovatore“ („Der Troubadour“; ab 19.4.2020, Musikalische Leitung: Rodrigo Tomillo).
In jeder Kunst verschafft die Form dem Inhalt dabei einen Anspruch über bloße Wirklichkeitsbeschreibung hinaus. Und jede „nachschöpfende“ Kunst muss das Stück interpretieren und dabei seine formalen Aspekte hinterfragen. Eine kleine Veränderung der Form, ein unscheinbares, doch bewusstes Abweichen von Aufführungstraditionen etwa, kann bereits eine Perspektivverschiebung bei der Wahrnehmung des Inhalts bewirken – zum Vorteil des Kunstwerks, dem dadurch eine neue, die Zeit von seiner Entstehung bis heute überbrückende Aufmerksamkeit zukommt. Dass ein der „Neuen Sachlichkeit“ zugerechneter Komponist wie Paul Hindemith in den 1920er Jahren seine Musik ausgerechnet auf einen Psycho-Krimi-Stoff wie den des Goldschmieds Cardillac anwendet, scheint Form und Inhalt eher in ein Spannungsverhältnis zu setzen (Oper „Cardillac“, ab 21.9.2019, Inszenierung: Jochen Biganzoli, Musikalische Leitung: Joseph Trafton), während die unsterbliche Geschichte von Orpheus und Eurydike in der klassischen Oper von Christoph Willibald Gluck aus dem Jahre 1762 uns als vollkommene Harmonie von Form und Inhalt vorkommt (ab 29.2.2020, Inszenierung: Kerstin Steeb, Musikalische Leitung: Steffen Müller-Gabriel). Der lateinische Dichter Ovid, der in seinen „Metamorphosen“ auch von Orpheus und Eurydike erzählt, bestimmt in dieser Spielzeit noch bei zwei weiteren Produktionen das Geschehen: Das Projekt „TransformMates“ von Anja Schöne im Lutz bringt Ovids Erzählungen in Kontakt mit heutigen Computerspielen, und die spartenübergreifende Produktion für Erwachsene „Ovids Geschichten“ (ab 26.4.2020, Lutz, Inszenierung: Francis Hüsers, Musikalische Leitung: Andreas Vogelsberger), verbindet Stoffe aus den „Metamorphosen“ zu einem experimentellen Musiktheaterabend.“

Wiederaufgenommen werden die Produktionen der Undergroundparty „Take A Walk On The Wild Side“ mit Musik aus den 1960er, 70er und 80er Jahren (ab 8.9.2019), des Musicals „Spring Awakening“ („Frühlings Erwachen“) von Duncan Sheik nach Frank Wedekind (ab 14.9.2019) und die Oper „Everest“ von Joby Talbot (ab 29.9.2019).

Die neue Ballettdirektorin und Chefchoreographin am Theater Hagen ist die international gefragte und tätige irische Tänzerin, Choreographin und Regisseurin Marguerite Donlon: „Tanz ist eine universelle Sprache und hat die Fähigkeit, Brücken zu bauen, die Menschen zusammenbringen, um ein anderes Universum zu teilen. Tanz kann schön sein oder auch politisch, immer aber ist er lebendig. Die erste Premiere wird „Casa Azul“ sein (5.10.2019), eines meiner ganz persönlichen Lieblingsstücke, inspiriert von der Arbeit und dem Leben der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo. Ab 9.5.2020 steht ein Ballettklassiker auf dem Programm: „Schwanensee“. Ich habe dieses Werk, bei mir unter dem Titel „Schwanensee – Aufgetaucht“, aus der Sicht einer Frau neu gestaltet und werde ihm für die Hagener Produktion mit der live gespielten Musik von Peter Tschaikowsky sowie von Sam Auinger und Claas Willeke neue Aspekte verleihen. Dazwischen begeben wir uns auf eine Entdeckungsreise, betitelt mit „SubsTanz“ (Premiere: 13.2.2020). An diesem Abend, den die Tänzer*innen des Balletts Hagen in jeder Hinsicht handgefertigt haben, erhalten sie die Möglichkeit, ihre Talente – nicht nur in choreographischer Hinsicht – mit Blick auf ihre Zukunft zu erkunden. Ergänzt wird dieses Programm durch zahlreiche weitere Projekte wie „Zeichentanz“, welches Vorstellungen beinhaltet, bei denen Hörbeeinträchtigte durch einen Dolmetscher für Gebärdensprache die Möglichkeiten erhalten, die Aufführung in all ihren Dimensionen zu erleben. „iMove HA“ startet ebenfalls zur neuen Spielzeit: Die Jugendtanzgruppe Hagen ist für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren offen – Mover, HipHopper*innen, Breakdancer*innen, Balletttänzer*innen und Tanzliebhaber*innen werden eingeladen, an diesem Projekt teilzunehmen. „WOW!“, der Weekly-Open-Workshop wird ein weiteres neues Format sein, das allen offensteht, die mehr über Choreographie und unsere Arbeit erfahren möchten. Die neue mobile „Tanzwerkstatt“ bringt das Ballett-Ensemble in Schulen und bietet Klassen der Jahrgänge 7 bis 10 einen Einblick in das Leben der Tänzer*innen. Dabei werden Ausschnitte der Arbeiten gezeigt, bei denen sie gerade mitwirken, und die Schüler*innen können aktiv daran teilhaben.“

Das Kinder- und Jugendtheater Lutz unter der Leitung von Anja Schöne hat sein facettenreiches Programm für Besucher von 2 bis 99 Jahren unter das Motto „Verwandlung“ gestellt. Schöne: „Verwandlung ist das Grundprinzip des Theaters. Der Schauspieler, die Schauspielerin zieht ein Kostüm an, gibt sich einen Rollennamen und verwandelt sich während der Proben in eine neue Figur. Auf der Bühne steht zunächst nur ein Stuhl, aber im Spiel kann er sich in ein Pferd, einen Leuchtturm oder eine Zaubermaschine verwandeln. Musik verwandelt unsere Stimmung, bewegte Bilder unsere Wahrnehmung und jede Bewegung den Ort, an dem sie stattfindet. Und auch wir verwandeln uns ständig – genauso wie die Welt um uns herum, nichts bleibt, wie es ist. Zum Glück! – Oder? Um gemeinsam herauszufinden, was das Tolle an der beständigen Verwandlung ist, wie wir uns verwandeln oder vielleicht zumindest damit klarkommen können, haben wir spannende Geschichten für kleine und große Zuschauer*innen ausgewählt.“ – Premiere haben folgende Stücke: „pardautz“, ein TanzObjektTheaterSpaß von Anja Schöne und Ensemble (19.10.2019), „Die Meerjungfrau in der Badewanne“, ein Erzähltheater von Tim Sandweg mit Musik (18.1.2020), „Transformates“, ein digitales Metamorphosen Adventure Game von Anja Schöne frei nach Ovid (28.3.2020), „Jonas, der Walfisch“, eine Oper von Kindern für Kinder von Jörg Schade mit Musik von Andres Reukauf (16.5.2020). Der Senior*innenclub präsentiert als neue Stücke „Maria und Josef. Eine Weihnachtsgeschichte“ (ab 14.12.2019) sowie „Die Verwandlung“ frei nach Franz Kafka (ab Frühjahr 2020), der Held*innenclub das Stück „I Can Be My Hero, Baby“ (ab 12.6.2020) und der Kinderclub das Stück „Ru-Ra-Rick Barbatrick“ (ab 20.6.2020).
Wiederaufgenommen werden die Lutz-Produktionen „Die große Klimakonferenz der Tiere“ (ab 15.9.2019), „Der fliegende Koffer“ (ab 22.9.2019), „Von einer, die auszog, das Fürchten zu lernen“ (Herbst 2019), „Der Junge mit dem Koffer“ (ab 6.10.2019), „Die Eiskönigin“ (ab 12.10.2019), „sternenstaub“ (ab 2.11.2019) und „Fatboy“ (ab 2.2.2020).

Und natürlich gibt es auch wieder das beliebte Märchen zur Weihnachtszeit, das jedes Jahr über 30.000 große und kleine Zuschauer in seinen Bann zieht. Dieses Mal wird „Der Räuber Hotzenplotz“, eine Kasperlgeschichte von Otfried Preußler in der Inszenierung von Anja Schöne mit Musik von Andres Reukauf zu erleben sein (ab 9.11.2019).

Auch in der Spielzeit 2019/20 werden wieder mehrere hochklassige Schauspielgastspiele angeboten: „Harold und Maude“, Komödie von Colin Higgins (10.12.2019), Jan Weilers Komödie „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ (19.12.2019), „King Charles III“ – Ein Shakespeareskes Drama von Mike Bartlett (14.2.2020) sowie Edward Albees Schauspiel „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ (25.3.2020).
Zudem wird das Theater Hagen als Schauspiel-Eigenproduktionen „Woyzeck“ – Eine LiveMusikKlassikerShow von Anja Schöne nach dem Drama von Georg Büchner realisieren (ab 28.9.2019, Lutz) sowie als weiteren Schauspiel-Klassiker Shakespeares Komödie „Ein Sommernachtstraum“ in einer Neuinszenierung von Francis Hüsers präsentieren (ab 11.1.2020, Großes Haus) und die Produktion „Faust“ – Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe mit Musik wiederaufnehmen (ab 13.11.2019, Lutz).

Mit Vorstellungen von „Vol. 9 – Pigor singt – Benedikt Eichhorn muss begleiten“ (20.9.2019), „Aber bitte mit ohne – Martin Zingsheim“ (9.12.2019), „Irgendwas mit Menschen – Düsseldorfer Kom(m)ödchen“ (3.2.2020), „Abschiedstour – Christiane Prayon“ (10.5.2020), „Hauptsache, es knallt! – Robert Griess“ (15.6.2020) stehen in der Kabarettreihe des Theaters Hagen herausragende Größen des deutschen Kabaretts auf der Bühne.

Last but not least: Als Sonderveranstaltungen wird es neben dem Tag der offenen Tür unter dem Titel „AufTakt!“ (7.9.2019) u.a. erneut die beliebte Weihnachtsshow mit Guildo Horn und den Orthopädischen Strümpfen geben (12. und 13.12.2019). Ferner findet erstmals im Theater Hagen eine Präsentation des Hagener Kurzfilm-Festivals „Eat my shorts“ statt (29.11.2019), dazu kommt eine Kooperationsveranstaltung mit dem Emil Schumacher Museum und dem Osthaus Museum unter dem Titel „Wer hat Angst vor rot, blau, gelb – 10 Jahre Kunstquartier Hagen“ (7.12.2019) sowie die „Regenbogengala“ – ein spartenübergreifender Benefizgala-Abend (27.6.2020).

Zusätzlich zu den zahlreichen Begleitveranstaltungen wie Werkeinführungen und Werkstatt-Proben bietet das Theater Hagen weiterhin die Reihe „Die Stunde der Kritik“ an. Dabei erhält das Publikum an ausgewählten Terminen die Möglichkeit, im Anschluss an eine Vorstellung mit Beteiligten der Produktion über eine Neuinszenierung zu diskutieren.

Ein vielseitiges theaterpädagogisches Programm ergänzt das Angebot des Theaters Hagen.

Der umfangreiche Konzertspielplan des Philharmonischen Orchesters Hagen wird in einer weiteren Pressemitteilung gesondert vorgestellt.

Das Datenheft (Spielzeitheft) zur neuen Theater- und Konzertsaison mit ausführlichen Informationen, Besetzungen und Serviceangaben liegt ab sofort aus und ist auf der Homepage des Theaters (www.theaterhagen.de) einzusehen.

Der Kartenvorverkauf für die Vorstellungen im Freiverkauf sowie für alle Vorstellungen im September beginnt am 29.6.2019. Der Vorverkauf für „Der Räuber Hotzenplotz“ (Märchen zur Weihnachtszeit) beginnt am 12.10.2019 (Schulvorstellungen ausgenommen).

Anträge für Abonnements können ab sofort an der Theaterkasse ausgefüllt und abgegeben werden.

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