Mit Herbert Grönemeyer macht Bochum die Kleeblätter nass

 

Im Westen. (zico) Der Mann mit der Mitgliedsnummer 4630 setzte den ersten Höhepunkt, dem der Spieler mit der Nummer 16 drei weitere folgen ließ: VfL-Ikone Herbert Grönemeyer sang vor dem Anpfiff der Partie gegen die SpVgg Greuther Fürth die Stadionhymne Bochum, bevor Lukas Hinterseehr einen Dreierpack zum 3:2 (1:2)-Erfolg über die Kleeblätter schnürte. Für die meisten der 17.344 Besucher im Vonovia Ruhrstadion hätte der Tag kaum schöner verlaufen können.

Herbert Grönemeyer löste mit seinem Auftritt eine Wette ein, wonach er sich zu dem Gastspiel einzufinden habe, wenn der VfL Bochum die 10.000-Mitglieder-Marke überschreitet, was 2017 gelang. Nicht unbedingt hatten Fußballexperten hingegen auf einen Bochumer Sieg gesetzt, denn die Verletztenliste des VfL ist lang und umfasst prominente Namen. Trotzdem musste „Herbie“ kein Trikot überstreifen, um den Sieg der Ruhrstädter sicherzustellen.

Ungemütlich wie das Wetter begann das Spiel für die Platzherren, denn die Spielvereinigung ging früh in Führung: Nach einer Ecke von Julian Green wehrte Manuel Riemann einen Kopfball von Marco Caligiuri zwar noch mit einer Hand ab, doch Sebastian Ernst köpfte den Ball unbedrängt zur Gästeführung in die Maschen (6.). Doch die Blau-Weißen drängten postwendend auf den Ausgleich. Nach mehreren Chancen bediente Chung Yong Lee Bochums Top-Torjäger Lukas Hinterseer, und der ließ Fürths Schlussmann Sascha Burchert aus kurzer Distanz keine Abwehrchance (13.) – Saisontor Nummer 15 für den Österreicher.

Im weiteren Verlauf besaßen beide Teams Chancen, doch Ernst (33.) und Görkem Saglam (34.) fanden jeweils im gegnerischen Keeper ihren Meister. Der Bochumer Torwart freilich schimpfte wenig später wie ein Rohrspatz, denn Referee Johann Pfeifer (Hameln) gab nach einer knappen Entscheidung Tor für Fürth: Fabian Reese bediente mit einer Flanke an den zweiten Pfosten den heranstürmenden Paul Seguin, der volley flach abzog und den Ball hauchdünn hinter die Linie bugsierte – Manuel Riemann war etwas zu spät zur Stelle, der Treffer zählte zurecht (37.)

In der zweiten Halbzeit dominierte dann Bochum und wurde für seine Mühen belohnt. Lee zog das Tempo an und spielte den Ball auf Thomas Eisfeld, der jedoch raffiniert auf den völlig freistehenden Hinterseer durchließ. Der verarbeitete die Kugel geschickt und vollendete zum 2:2-Ausgleich (53.). Prompt griff Herbert Grönemeyer auf der Tribüne zum VfL-Schal und ließ ihn wie ein Lasso über dem Kopf kreisen.

Bochum blieb eindeutig am Drücker, doch erst vier Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit rappelte es ein drittes Mal im Fürther Karton. Lee und Stelios Kokovas eroberten auf links den Ball, Lee flankte zum richtig gut aufgelegten Pantović, der per Kopf querlegte und Hinterseer fand: Der schob problemlos zum 3:2 ein und ließ das Publikum ausrasten (90.). Der VfL bleibt auch im dritten Heimspiel nacheinander unbesiegt und kann nun sicher nicht mehr direkt absteigen.

Am Osterwochenende geht es nun zum Böllenfalltor, wo der SV Darmstadt 98 am Sonntag, 21. April, 13.30 Uhr, Gastgeber ist.

 

 

 

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