HAGENagentur: „Kein Verständnis für Position der Bezirksregierung!“

Berichterstattung in der WP/WR Hagen vom 8.2.2019

„Bezirksregierung lehnt die Pläne der Stadt fürs Böhfeld ab“

Laut der o.g. Presseberichterstattung spricht sich die Bezirksregierung Arnsberg im Rahmen der Regionalplanung in ihrer Stellungnahme an der Regionalverband Ruhr gegen die Umwandlung des Böhfeldes in ein Gewerbegebiet aus. In diesem Zusammenhang wird unter anderem auch die Brachflächenpolitik der Stadt kritisiert.

„Gewerbeflächen sind auch eine Basis für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer Stadt. Bei den aktuellen Rahmenbedingungen ist es ärgerlich, dass die Bezirksregierung als kommunale Aufsichtsbehörde einer Nothaushaltskommune diesen wichtigen Aspekt außer Acht lässt“, so Michael Ellinghaus als Geschäftsführer der HAGENagentur.

 

Die HAGENagentur nimmt im Einzelnen wie folgt Stellung zu den Ausführungen der Bezirksregierung:

 

  1. Die Zahl von 800 Altlastenverdachtsflächen sagt nichts über deren Qualität als mögliche Gewerbefläche aus. Vielmehr kann man daraus folgern, dass es sich im Wesentlichen um kleinteilige Flächen handelt, die für eine solche Nutzung gar nicht geeignet sind.
  2. Die geeigneten Brachflächen in Hagen sind bekannt und es wird seit 2017 aktiv versucht diese wieder einer Nutzung zuzuführen. So ist die WESTSIDE mit Hilfe des AAV saniert worden. Für die VARTA-Insel wird derzeit ein Sanierungskonzept erarbeitet.
  3. Die Untersuchungen der Business Metropole Ruhr (BMR) im Rahmen des Projektes „Gewerbliches Flächenmanagement Ruhr“ weisen klar aus, dass in Hagen im Vergleich zu anderen Ruhrgebietsstädten der höchste Umsatz von Gewerbeimmobilien im Bestand erfolgt. Dies hat seinen Grund auch darin, dass es keine freien Flächen für Expansionen gibt.
  4. Die verfügbaren Flächen belaufen sich derzeit auf unter 30 ha, incl. der Brachen. Der ausgewiesene Bedarf laut RVR beträgt für die nächsten Jahre aber über 128 ha. Selbst bei Ausweisung des Böhfeldes verbleibt derzeit ein Defizit von 71 ha. Würde der RVR sich gegen das Böhfeld aussprechen, bedeutete dies eine noch extremere Situation bei der notwendigen Versorgung der heimischen Wirtschaft mit geeigneten Flächen.
  5. Untersuchungen zeigen, dass in der Vergangenheit vor allem Flächen in einer Größenordnung von 3 ha nachgefragt wurden. Ohne das Böhfeld gibt nach dem aktuellen Planungsstand keine Fläche in Hagen, die diese Voraussetzung erfüllt.

 

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