Packender BildVortrag von Wilfried Busch: Kein Weg zu weit zur Rudhanda High School

 

Bezirksvertreter Frank Schmidt (Bürger für Hohenlimburg) übernahm spontan Patenschaft

Auf großes Interesse stieß in der Aula der Realschule ein packender Lichtbildervortrag des pensionierten Lehrers Wilfried Busch über die Verhältnisse in Zimbabwe im Allgemeinen und die Förderung der Rudhanda High School im Besonderen. Busch engagiert sich seit über 30 Jahren für diese südafrikanische Schule, und dank seines nie erlahmenden Einsatzes haben mittlerweile viele Hohenlimburger eine Schulgeldpatenschaft für ein Kind in Rudhanda übernommen.

In Rudhanda ist der Besuch der Grundschulen kostenlos, doch für die weiterführenden Schulen muss Schulgeld bezahlt werden. Viele Familien verfügen allerdings nicht über die nötigen Mittel, um die jährlich umgerechnet 100 Euro für die Bildung der Jungen und Mädchen aufzubringen. Daher werden derzeit rund 230 Jugendliche in Rudhanda aus Deutschland unterstützt.

Seit Wilfried Busch und seine Frau Brigitte Ende der 80-er Jahre in Zimbabwe tätig waren, hat sich an der High School viel zum Positiven verändert. Neue Schulgebäude wurden errichtet, Mobiliar, Bücher und manches mehr angeschafft. Sogar ein Schweinestall wurde auf dem Schulgelände errichtet! „Und auch das Sozialverhalten hat sich verändert“, berichtete Wilfried Busch, „die Mädchen treten heute längst nicht mehr so schüchtern wie früher auf und haben sich emanzipiert.“

Bis zu 20 Kilometer legen die Schülerinnen und Schüler zurück, um die Schule zu erreichen, brechen je nach Jahreszeit im Dunkeln auf und kehren erst nach Sonnenuntergang vom Schulbesuch nach Hause zurück. Nicht wenige Kinder haben nicht einmal eine Mahlzeit dabei, mit der sie sich während des langen Tages stärken könnten, trinken zwischendurch lediglich Wasser. Dennoch sind alle sehr motiviert, was das Lernen angeht.

Hinzu kommt, dass ganz aktuell die Lage in Zimbabwe noch problematischer geworden ist. Plötzliche massive Preiserhöhungen, Inflation, zunehmende Arbeitslosigkeit und weiterer wirtschaftlicher und sozialer Niedergang legen das öffentliche Leben lahm und bringen die Bevölkerung zu Protesten auf die Straße. Die Regierung hat keine weitere Antwort als brutale gewaltsame Repression. Es ist daher besonders wichtig, dass möglichst viele Jugendliche den Zugang zu schulischer Bildung erhalten, um mit dem Erlernten eine bessere Zukunft für ihr Land mitgestalten zu können.

Wilfried Busch blickte in seinem Vortrag aber auch auf den Besuch von Godfrey Chikweya, dem Direktor der Rudhanda High School, in Deutschland zurück. Chikweya war im vergangenen Sommer Gast in Hohenlimburg, besuchte die Realschule, die seit 1993 Partnerschule der High School ist, und lernte im Zuge seines Aufenthaltes auch Bürgermeister Hermann-Josef Voss kennen, der Chikweya im Rathaus empfing. „Die beiden Männer haben sich sofort gut verstanden und sich ausgiebig miteinander unterhalten“, berichtete Busch.

Zu den rund 70 Besuchern des Vortrages, die am Ende viel Applaus spendeten, gehörten auch Realschulleiterin Dorothee Derksen und Bezirksvertreter Frank Schmidt (Bürger für Hohenlimburg), der vor vielen Jahren schon bei Spendenläufen der Realschule zugunsten der Rudhanda High School die Sportschuhe geschnürt hatte. Schmidt zeigte sich sehr berührt vom Engagement des Hohenlimburger Pädagogen und übernahm am Ende der Veranstaltung spontan selbst eine Schulgeldpatenschaft, in deren Rahmen er in den nächsten vier Jahren einem Schüler den Besuch der Rudhanda High School ermöglicht.

Wer ebenfalls helfen möchte, der kann sich direkt mit Wilfried Busch in Verbindung setzen: wilfriedbusch@t-online.de

 

 

 

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