Unterhaltsamer Abend mit bitterem Ende: Bochum verpasst Dreier gegen Regensburg

 

Im Westen. (zico) In einem abwechslungsreichen Spiel verpasste der VfL Bochum einen Sieg gegen den SSV Jahn Regensburg, mit dem die Ruhrstädter in die Spitzengruppe hätten aufrücken können. Letztlich trennten sich die Tabellennachbarn mit einem 3:3 (1:1)-Unentschieden.

Die Bochumer starteten engagiert, hatten sich viel vorgenommen, trafen jedoch auf einen starken Gegner, der ihnen zwischenzeitlich den Wind aus den Segeln nahm. Andreas Geipl flankte auf den zweiten Pfosten, wo Sargis Adamyan freistehend einköpfen konnte (12.). Es dauerte praktisch bis zum Pausenpfiff, ehe der VfL ausglich: Chung Yong Lee legte für Robert Tesche auf, der mit einem herrlichen Schuss aus 20 Metern in den Torwinkel der Regensburger traf.

Nach dem Wechsel drückte zunächst Bochum und kam auf kuriose Weise zum Führungstor. Chung Yong Lee antizipierte einen Freistoß von SSV-Keeper Philipp Pentke, der seinen Strafraum verlassen hatte, um das Leder nach vorn zu schlagen. Lee machte einen kleinen Schritt nach links, prompt wurde er von Pentke angeschossen, und den Abpraller erlief VfL-Torjäger Lukas Hinterseer, der, vom Gegner unbehelligt, einschoss – 2:1 (54.). Und die Platzherren legten nach, denn Lee knöpfte dem letzten Mann Asger Sörensen die Kugel ab, behielt die Übersicht und legte für Hinterseer quer. Der blieb cool und erhöhte auf 3:1, während Lee seine dritte Torbeteiligung des Abends verbuchte (65.).

SSV-Trainer Achim Beierlorzer reagierte und brachte in Hamadi Al Ghaddioui einen Stürmer, Platz machte Benedikt Saller (66.). Der Neue brachte auch gleich einen Impuls. Im Zweikampf mit Jan Gyamerah verpasste er diesem einen kleinen Stoß, sodass dem Bochumer Verteidiger der Ball an die Hand sprang – Petersen zeigte auf den Punkt. Jann George trat an, doch Riemann ahnte die Ecke und fischte den Ball aus dem linken Eck (70.).

Den zweiten von zwei sehr fragwürdigen Elfmetern verwandelte Regensburg hingegen zum Anschlusstor. Jahn-Kapitän Marco Grüttner war nach minimaler Berührung des starken Danilo Soares, der am Montag seinen 27. Geburtstag feierte, zu Boden gegangen. Diesmal konnte Riemann den Einschlag nicht verhindern, Joker Marc Lais verwandelte zum Anschlusstreffer (77.). Regensburg wollte nun mehr, Bochum verteidigte jedoch mit Geschick. In der Schlussphase versäumte es Trainer Robin Dutt, seiner Elf zu helfen, indem er die taktischen Möglichkeiten des Wechselns nicht konsequent nutzte. Zunächst entschied er sich für einen Doppelwechsel in der 87. Minute, als er Stefano Celozzi und Tom Weilandt gleichzeitig herausnahm und Vitaly Janelt sowie Timo Perthel brachte. Ein dritter Austausch, mit dem man weitere Sekunden von der Uhr und Druck aus dem Kessel hätte nehmen könnte, blieb aus.

So kamen die Gäste doch noch zum ‚ganz späten Ausgleich: Nach einer Flanke von Jann George von rechts verlängerte Adamyan per Kopf an den zweiten Pfosten, wo Al Ghaddioui lauerte und zum 3:3 abschloss (90.+3). Ein bitterer Punktverlust für den VfL, der nun Siebter ist.

 

 

 

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