Kruppianer schwelgten in alten Zeiten: Pferd Bari hatte eigene Stempelkarte

 

Gustav Stefan, ehemaliger Betriebsrat und Organisator der Ehemaligen-Treffen der früheren Nahmertal-Kruppianer, strahlte über das ganze Gesicht. 25 Jahre nach Schließung der Werke, fanden rund 70 seiner einstigen Kolleginnen und Kollegen den Weg in den Zehner Treff, wo man zum siebten Mal nach Schließung der Werke zusammenfand.

So mussten noch Tische und Stühle hinzugestellt werden, damit alle Platz fanden. Bei Mettwurst, Bier und belegten Brötchen wurden alte Fotos herumgereicht und Anekdoten ausgetauscht. Gustaf Stefan, der die Versammelten begrüßte, trug auch einige besonders amüsante Erinnerungen vor, darunter die Geschichte von Hugo Eckenkemper und seinem Pferd Bari, das eine eigene Stechkarte besaß, und die von „Schimmel“ Fischer, der Berthold Beitz bei dessen Besuch 1974 im Kaltwalzwerk in der Obernahmer nach altem Brauch die Schuhe putzte und dafür einen namhaften Geldbetrag erhielt. Davon wurde eine zünftige Feier veranstaltet.

Die offiziellen  Grüße der Bezirksvertretung überbrachte an Stelle von Bürgermeister Hermann-Josef Voss, der aus Urlaubsgründen nicht teilnehmen konnte, BV-Mitglied und Ratsherr Frank Schmidt. „Sie haben mit ihrer Hände Arbeit dafür gesorgt, dass der Name Hohenlimburg in aller Welt einen guten Klang hat. In Kaltwalzwerk und Profilwerk haben Sie Werte geschaffen, haben Band- und Blankstähle für Automobile, Büromaschinen, Sägen, Werkzeuge und Schneidwaren, Emballagen und anderes Verpackungsmaterial, Textilmaschinen, Sport- und Fotoartikel, Haushaltsgeräte, Triebwerke, Uhren, sowie Profile für Gartentore und Zäune, Förderschnecken, für landwirtschaftliches Gerät und anderes mehr produziert. Die Produktion der deutschen Kaltwalzindustrie war zu einem hohen Prozentsatz in Hohenlimburg beheimatet. Hohenlimburg ist bis heute stolz auf Sie“, sagte Schmidt.

Danach ließen die Kruppianer ohne Bitterkeit über das traurige Ende noch einmal die alten Zeiten aufleben und erfreuten sich der geselligen Gegenwart. Und vielleicht wird es ja doch in ein paar Jahren noch ein weiteres Treffen geben, bei dem man sich über die 138-jährige Geschichte der Werke in der Obernahmer austauscht.

 

 

Um Ihnen eine bessere Nutzung unserer Seite zu ermöglichen, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung dieser Website, stimmen Sie unseren Nutzungsbedingungen zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen