„Der zerbrochene Krug“: Amüsante Tätersuche begeisterte 300 Zuschauer

Mit einer großartigen Inszenierung des Lustspiel-Klassikers „Der zerbrochene Krug“ begannen am Wochenende die 64. Hohenlimburger Schloss-Spiele, deren Bühne erstmals nicht im Innenhof des altehrwürdigen Gemäuers, sondern auf dem Rasen des Barockgartens steht. Was im Vorfeld zunächst von Skeptikern als Notlösung gehandelt wurde, entpuppte sich bei der Premiere des Kleist-Stückes als durchaus überzeugend: Der Schlossspieleverein und Lichtkünstler Marco Nowak (Atomic Nightlife Events) hatten alle Register gezogen, um die zauberhafte Schlossatmosphäre auch am neuen Schauplatz zu bewahren.

Das Hauptstück der Schloss-Spiele, inszeniert von Indra Janorschke und Dario Weberg, kam bei den 300 Zuschauern hervorragend an. Die amüsante Suche nach dem Täter, der einen kostbaren Krug zerbrochen hat, trieb das neunköpfige Ensemble zu Höchstleistungen, zumal der klassische Text des über 200 Jahre alten Werkes eine zusätzliche Herausforderung bedeutete.
Doch wer hat den Krug zerbrochen? Die Besitzerin, Frau Marthe, beschuldigt Ruprecht Tümpel, den Verlobten ihrer Tochter Eve, das Gefäß bei seinem nächtlichen Besuch zerstört zu haben. Ruprecht hingegen weist alle Schuld von sich und gibt an, beobachtet zu haben, wie ein Unbekannter in Marthes Haus geschlichen sei und den Ort dann wieder aus Angst vor Entdeckung fluchtartig verlassen habe. Bei dieser Flucht sei der Krug zerbrochen.

Ruprecht vermutet in dem Unbekannten den Liebhaber seiner Verlobten Eve, die ihn offensichtlich betrügt. Eve schweigt zu den Vorwürfen. Sie könnte alles aufklären, aber nicht, ohne noch größeren Schaden anzurichten. Dorfrichter Adam, offensichtlich verletzt und mit einer frischen Wunde am Kopf, ist wenig bemüht, Licht ins Dunkel zu bringen. So kommt es zur Verhandlung, der ausgerechnet der auf einer Inspektionsreise befindliche Gerichtsrat Walter beiwohnt. Dem Richter Adam ist bei der Sache nicht wohl, und er sucht durch allerlei Wendungen zu verhüten, dass die ihm wenig schmeichelnde Wahrheit ans Licht kommt…

Den verdienten Applaus des Publikums empfingen nach der begeisternden Aufführung Dario Weberg, Indra Janorschke, Lars Lienen, Simon Jakobi, Michi Kleiber, Karolin Kersting, Kerstin Menzebach, Carola Schmidt und Vincent Hoff.

Weitere Gelegenheiten, das Schauspiel zu sehen, haben Theaterfreunde am Freitag, 31. August, 20 Uhr; Sonntag, 2. September, 18 Uhr; Dienstag, 4. September, 10 Uhr (ermäßigter Eintritt für Schüler: 7 Euro); Mittwoch, 5. September, 10 Uhr (ermäßigter Eintritt für Schüler: 7 Euro) sowie am Donnerstag, 6. September, 20 Uhr. Der Eintritt kostet 18 Euro.

Informationen zum Gesamtprogramm der Schloss-Spiele findet man unter:  https://www.schlossspiele.de

 

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