Lückenschluss Lenneradweg: ADFC legt neue Variante vor

 

Über die Oststraße oder über die Oeger Straße oder doch durch das Fährbachtal? Noch haben Politik und Verwaltung nicht den Königsweg gefunden, der den idealen Lückenschluss auf dem Lennerdweg zwischen Letmather Ortsgrenze und der Hohenlimburger Innenstadt bilden kann. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub hatte daher vor wenigen Tagen zur Ortsbefahrung eingeladen – und dabei eine neue, attraktive Variante vorgestellt, die gleichzeitig naturnah und nicht exorbitant teuer sein soll.

Denn während die beiden Straßenvarianten dem Radtouristikfahrer optisch wenig bieten und auf Grund des Verkehrsaufkommens gerade für Familien mit Kindern ziemlich gefährlich sind, würde ein Lösung durch das Fährbachtal Millionen kosten. Was aber, wenn man mit dem Radweg auf der anderen Lenneseite bleiben wollte, nämlich auf der Oeger Seite? Ist das machbar und vor allem finanzierbar?

Dieser Frage ging Michael Schröder, Verkehrsplaner des ADFC, gemeinsam mit Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz, dem zuständigen Dezernenten Thomas Huyeng und vielen Radfreunden nach, die ebenfalls Interesse an einem überzeugenden Lückenschluss des Lenneradweges haben. 

Aus Hohenlimburg nahm Ratsherr und BV-Mitglied Frank Schmidt (Bürger für Hohenlimburg) an der knapp dreistündigen Routenbesichtigung teil, der sich in den Fachausschüssen und im Stadtrat bereits nachdrücklich gegen eine billige Alibi-Variante ausgesprochen hat.

Fachliche Unterstützung hatte der ADFC aus Iserlohn eingeladen: Der städtische Verkehrsplaner Bernd Schlünder erläuterte der Gruppe die weitere Letmather Planung, die von der neuen Lennepromenade in Höhe der Letmather Innenstadt eine Streckenführung nah der Lenne im Grünen vorsieht. Daran soll die ADFC-Variante in Hohenlimburg anknüpfen. „Machbar ist das“, glaubt Bernd Schlünder nach der Inaugenscheinnahme des Geländes, „das Ufer in Hohenlimburg sieht kaum anders aus als in Letmathe, wo wir den Weg bis 2020 fertig stellen. Und für solche Projekte gibt es gut gefüllte Fördertöpfe.“ Auch Frank Schmidt plädiert dafür, den ADFC-Vorschlag konstruktiv unter die Lupe zu nehmen: „Das wäre eine familienfreundliche Variante mit Erlebnischarakter.“

Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz und Dezernent Thomas Huyeng zeigten sich denn auch aufgeschlossen und wollen das Exposé des ADFC von der zuständigen Fachverwaltung prüfen lassen. Das will Hohenlimburgs Bürgermeister Hermann-Josef Voss ebenfalls, der die Unterlagen vom Hohenlimburger Radsportfreund Lothar Heinze angefordert hat und zur Begutachtung an die Hagener Verkehrsexperten weiter leiten wird.

 

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