Bochumer Frühling lässt zarte Aufstiegshoffnungen erblühen

 

Im Westen. (zico) Der „Bochumer Frühling“ geht weiter! Stimmung, Punktekonto und Besucherzahlen steigen an, und nach Monaten im erweiterten Tabellenkeller blühen an der Castroper Straße gegen Saisonende sogar zarte Hoffnungen auf den Bundesliga-Relegationsplatz. Grund: Der VfL Bochum hat auch sein viertes Spiel in Serie gewonnen und dabei im Vonovia Ruhrstadion großes Kämpferherz an den Tag gelegt. Vor 23.042 Zuschauern gewann die Mannschaft von Trainer Robin Dutt gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 3:2 (2:1).

Die Bochumer mussten ihre Startelf erneut umbauen, denn sämtliche etatmäßigen Außenverteidiger fielen beim VfL aus. So funktionierte Dutt die beiden Offensivkräfte Selim Gündüz und Philipp Ochs um. Ochs begann an Stelle des gelb-gesperrten Danilo Soares auf der linken, Gündüz für den verletzten Jan Gyamerah auf der rechten Seite.

Der VfL zeigte sich trotz der Umstellungen von Beginn an angriffslustig. Gündüz flankte, Kevin Stöger zog ab und verfehlte sein Ziel nur knapp (1.). In Führung gingen jedoch die Roten Teufel: Tim Hoogland unterlief ein Fehlpass auf Gino Fechner, der ehemalige Bochumer steckte durch zu Sebastian Andersson, und der bediente Altstar Halil Altintop. Der ehemalige Schalker vollendete aus halbrechter Position zum 1:0 (7.). Nur zwei Zeigerumdrehungen später fiel fast das 2:0 durch den Routinier, der aber am Pfosten scheiterte.

Die Bochumer erholten sich schnell vom frühen Nackenschlag. Stöger brachte eine Ecke von der rechten Seite herein, VfL-Urgestein Fabian verlängerte per Kopf auf den zweiten Pfosten, und dort lauerte Goalgetter Lukas Hinterseer, der aus kurzer Distanz zum 1:1 einschob (18.). Die Blau-Weißen agierten nun mit reichlich Schwung. Bei einem langen Ball auf Hinterseer musste FCK-Keeper Marius Müller beim Herauslaufen an der Strafraumkante Kopf und Kragen riskieren, um den Österreicher an seinem zweiten Treffer zu hindern (20.). Der fiel dann nach einer Ecke von Stöger in den Rückraum, von wo Hoogland die Kugel in den Strafraum köpfte. Lauterns Angreifer Osayamen Osawe wollte retten, köpfte den Ball aber ins eigene Tor (27.). Und die Bochumer spielten munter weiter. Hinterseer scheiterte mit einem Fallrückzieher an Müller (31.). Kurz darauf dann sogar das vermeintliche 3:1, doch das Schiedsrichtergespann entschied beim Tor von Robert Tesche zu Recht auf Abseits (37.) Von den Roten Teufeln kam bis zur Pause nichts mehr.

Kurz nach Wiederanpfiff fiel der Ausgleich. Benjamin Kessel köpfte nach einer Ecke der Gäste das Leder gen Tor, und FCK-Kapitän Stipe Vucur nahm die Vorlage aus der Drehung. Zwar versuchte Robbie Kruse noch zu klären, doch die Kugel war schon hinter der Linie (48.). Immerhin überstand Bochum die folgende Lauterer Drangphase unbeschadet. So zog Brandon Borrello aus 20 Metern ab, doch der Ball sprang vom Innenpfosten ins Feld zurück (64.). Das Dutt-Team wachte nun auf und tat wieder mehr fürs Spiel, und in der 81. Minute fiel der entscheidende Treffer, als Stöger heillose Verwirrung im Gästestrafraum nutzte und den Ball aus sechs Metern ins rechte Eck zum 3:2 schob. Der Sieg war freilich erst perfekt, als Lauterns Einwechselspieler Lukas Spalvis in der Schlussphase mit einer weiteren Großchance am Posten gescheitert war.

Der VfL muss nun zum nächsten Spiel am Freitag, 20. April, 18.30 Uhr, bei der SpVgg Greuther Fürth antreten.

 

 

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