Bochum entführt drei Punkte aus der Landeshauptstadt

 

Im Westen. (zico) Dritter Sieg in Folge, seit sechs Spielen ungeschlagen: Es läuft beim VfL Bochum unter Trainer Robin Dutt! Mittlerweile rätselt man beim VfL Bochum, was wohl wäre, wenn der neue Mann an der Seitenlinie schon früher an der Castroper Straße angeheuert hätte. Nach dem 2:1 (0:0) des VfL beim Tabellenführer Fortuna Düsseldorf vor 35.600 Zuschauern in der Esprit Arena hat Bochum nur noch sechs Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz zur 1. Liga, den derzeit Aufsteiger Holstein Kiel einnimmt. Einen Relegationsplatz hatte vor wenigen Wochen auch mal der VfL Bochum inne – allerdings den am unteren Ende der Tabelle. Es geht eng wie nie zu in der verrückten Zweitligasaison 2017/18…

VfL-Coach Robin Dutt sah nach dem 2:0-Sieg gegen Eintracht Braunschweig am vergangenen Wochenende keinen Grund für Veränderungen in seiner Startaufstellung. Doch Kapitän Stefano Celozzi verletzte sich beim Warmmachen, und so kehrte Patrick Fabian in die Startformation zurück. Das VfL-Urgestein hatte erst am Nachmittag seinen Vertrag an der Castroper Straße bis 2019 verlängert.

Beide Teams begannen konzentriert und ließen sich gegenseitig nur wenig Spielraum. So dauerte es fast 20 Minuten, ehe Lukas Hinterseer für Torgefahr sorgte. Die scharfe Hereingabe des Österreichers klärte Kaan Ayhan im letzten Moment (28.). Im Gegenzug hatte die Fortuna die bis dahin beste Möglichkeit des Spiels: Genki Haraguchi flankte vom linken Flügel gefühlvoll nach innen, und Jean  Zimmer jagte die Kugel per Volleyschuss einen Meter am Tor vorbei (30.). Den Bochumern gelang es mit klugem Stellungsspiel und starkem Zweikampfverhalten, den Spitzenreiter vom eigenen Tor wegzuhalten. So war das Dutt-Ensemble den Rot-Weißen bis zur Halbzeitpause mindestens ebenbürtig.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs tankte sich Hinterseer durch den Strafraum der Fortuna und  schlenzte die Kugel aus zehn Metern nur um Zentimeter am rechten Torpfosten vorbei. Auf der anderen Seite klärte der überragende Feuerwehrmann Fabian mit einer tollen Rettungstat vor dem einschussbereiten Florian Neuhaus (49.). Die Fortuna antwortete in Person von Rouwen Hennigs, der aus spitzem Winkel nur das Außennetz traf (52.). Weitere Düsseldorfer Chancen folgten: Nach einem Freistoß köpfte Ayhan an die Latte, und der Nachschuss von Hennings wurde gerade noch abgeblockt (56.). Auch bei der folgenden Ecke brannte es lichterloh; Bochums Keeper Manuel Riemann griff jedoch beherzt zu.

In der 70. Minute gab’s dann auch Torjubel – allerdings für die Gäste. Der gerade eingewechselte Thomas Eisfeld fasste sich aus 20 Metern Torentfernung ein Herz und platzierte die Kugel unhaltbar für Schlussmann Raphael Wolf in den Winkel. Keine fünf Minuten später bediente Torjäger Hinterseer mit einem Traumpass Robbie Kruse, und der Australier tunnelte Fortuna-Keeper Wolf eiskalt – über 4.000 mitgereiste VfL-Fans waren komplett aus dem Häuschen. Der Anschlusstreffer gelang kurz darauf Hennings per Elfmeter, den Danilo Soares mit einem Foul an Takashi Usami verursacht hatte (80.).

Hektisch wurde es in den Schlussminuten: Ayhan griff Eisfeld ins Gesicht, es folgte ein kleines Gerangel, und Schiedsrichter Felix Zwayer gab beiden Akteuren Gelb.

Doch Ayhan mochte keine Ruhe geben und ignorierte penetrant die Anweisungen des Referees, der unverständlicherweise nicht nur dem Provokateur, sondern auch Thomas Eisfeld die Ampelkarte zeigte.

Eine klare Fehlentscheidung! Am Ausgang des Spiels änderte dies aber nichts mehr, und so entführte Bochum drei wertvolle Zähler aus der Landeshauptstadt.

Weiter geht es für den VfL am Freitag, 13. April, 18.30 Uhr, wenn sich Tabellenschlusslicht 1. FC Kaiserslautern an der Castroper Straße vorstellt.

 

 

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