VfL Bochum hat sich rechtzeitig erholt: Hinterseer trifft gegen Braunschweig doppelt

Im Westen. (zico) Im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga hat sich der VfL Bochum im sechsten Spiel unter dem neuen Trainer Robin Dutt weiter stabilisiert. Die Mannschaft von der Castroper Straße besiegte im Vonovia Ruhrstadion Eintracht Braunschweig verdient mit 2:0 (1:0) und kletterte in der Tabelle auf Platz acht.

Überraschend stellte VfL-Coach Robin Dutt seine Defensive um: Für Abwehr-Organisator Patrick Fabian rückte Jan Gyamerah in die Startelf, eine Maßnahme, die wohl vor allem für einen druckvolleren Spielaufbau sorgen sollte.

Es entwickelte sich von Anpfiff an eine interessante, schwungvolle Partie, die von Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden) allerdings wenig souverän geleitet wurde. Zeichen der Unsicherheit des Unparteiischen waren überzogene Gelbe Katrten gegen die Bochumer Tim Hoogland (1.) und Stefano Celozzi (8.). Der VfL fand dennoch besser in die Partie und kam auch zu ersten Möglichkeiten. Kevin Stöger zielte jedoch aus acht Metern zu hoch (6.), und Hoogland verfehlte mit einem Linksschuss aus der Distanz ebenfalls das Tor (10.).
Den Führungstreffer erzielten die Bochumer in der 24. Minute: Mit einem feinen Zuspiel fand Stöger seinen österreichischen Landsmann Lukas Hinterseer, und der dreimalige Torschütze aus dem Sandhausen-Spiel zeigte sich allein vor Braunschweigs Schlussmann Jasmin Fejzic mit einem Schuss ins lange Eck erneut treffsicher – 1:0!
Nur neun Minuten nach der Führung hatte der VfL die Riesenmöglichkeit, um auf 2:0 zu erhöhen. Niko Kijewski wusste sich im Laufduell gegen Robbie Kruse nur mit einem Foul zu helfen, und Referee Welz zeigte völlig zurecht auf den Elfmeterpunkt. Stöger scheiterte mit seinem Versuch jedoch am langen Eintracht-Schlussmann Fejzic (33.). BTSV-Coach Lieberknecht reagierte anschließend, nahm Defensivmann Kijewski vom Feld und brachte mit Hofmann einen zusätzlichen Stürmer (37.). Doch bis zur Pause dominierte weiterhin der VfL. So gingen die Bochumer mit einer hochverdienten 1:0-Führung in die Kabine, allerdings hätten die Blau-Weißen schon deutlicher in Front liegen müssen. Von den Niedersachen kam im ersten Durchgang äußerst wenig.

Der VfL war auch nach Wiederanpfiff das aktivere Team. Zunächst grätschte Gustav Valsvik eine Hereingabe von Sidney Sam im letzten Moment weg, dann klärte Schlussmann Fejzic den zweiten Versuch des Flügelstürmers (63.). Zwei Zeigerumdrehungen später hätte Kruse allein vor Fejzic erhöhen müssen, doch der Australier scheiterte im Eins-gegen-eins-Duell am starken Bosnier (65.). Auch Referee Welz half den Niedersachsen: Als Robert Tesche Gegenspieler Jan Hochscheidt im Strafraum stehenließ und vom Braunschweiger von den Beinen geholt wurde, ließ der Schiedsrichter einfach weiterspielen. Der Bochumer Chancenwucher wäre fast bestraft worden, denn Gyamerah verlor den Ball an Suleiman Abdullahi, der seinerseits Domi Kumbela in Szene setzte. Doch der Gäste-Angreifer setzte das Spielgerät an den Pfosten – Manuel Riemann wäre machtlos gewesen (70.).

Acht Minuten vor dem Ende wurden die Blau-Weißen unter den insgesamt 14.976 Fans an der Castroper Straße erlöst. Der eingewechselte Thomas Eisfeld spielte seinen Traumpass auf den durchstartenden Hinterseer, und der Goalgetter vollstreckte zum 2:0 (82.) – der fünfte Treffer des Angreifers in Folge. In der Schlussphase ließen die Bochumer hinten nichts mehr anbrennen.
Weitere Punkte für den Klassenerhalt möchte der VfL am Freitag, 6. April, 18.30 Uhr, im nächsten Auswärtsspiel einfahren. Dann tritt die Dutt-Elf bei Tabellenführer Fortuna Düsseldorf an.

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