Freifunk in AWO Einrichtungen

Die Bürger und Besucher aus Hagen und Umgebung mit kostenlosem Internet über WLAN versorgen und das möglichst flächendeckend, dies ist das erklärte Ziel der Freifunker Community vor Ort. Neben Einzelhändlern, Gastronomen und einfachen Bürgern beteiligt sich seit diesem Jahr auch der AWO Unterbezirk Hagen – Märkischer Kreis an dem Projekt und so sind zusätzlich zur Geschäftsstelle in der Böhmerstraße auch bereits einige Begegnungsstätten mit speziell eingerichteten WLAN-Routern ausgestattet.

Dass das Freifunk-Angebot wahrgenommen wird, zeigt zum Beispiel die Begegnungsstätte am Hasper Hüttenplatz. „Weniger unsere Besucher, sondern vielmehr Jugendliche, die sich auf dem zentralen Hasper Hüttenplatz aufhalten, nutzen das bereitgestellte Freifunk-Netz. Auch wenn es dem ein oder anderen vielleicht nicht gefällt, dass sich so ‚Internet-Hotspots‘ bilden, an denen die Menschen sich aufhalten, um mobil im Internet zu surfen, ist dies genau Sinn und Zweck des Freifunks. Als AWO möchten wir auf diese Weise gerade Menschen, die sich keine teuren Datenverträge leisten können, die Möglichkeit bieten ins Internet zu kommen.“, berichtet Unterbezirks Geschäftsführerin Birgit Buchholz von ihren Erfahrungen und erläutert die Beweggründe. Vom Freifunk in den AWO Einrichtungen und Begegnungsstäten profitieren nämlich unter anderem auch geflüchtete Menschen, für die das Internet oft die einzige Möglichkeit darstellt, Kontakt mit ihren Familien zu halten.

Die Hagener Freifunk-Initiative möchte eine Alternative zu kommerziellen Netzanbietern schaffen, indem sie den Internetzugang öffentlich, unzensiert und anonym zugänglich bereitstellt. Für die Teilnehmer entsteht indes kein großer finanzieller Aufwand, denn jeder Nutzer stellt seinen eigenen WLAN-Router  für den Datentransfer den anderen Teilnehmern zur Verfügung. Dadurch ist das Freifunk-Netz nicht nur dezentral organisiert, sondern auch im Besitz der Gemeinschaft.

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Den Anstoß gab für die AWO ein privater Spender, der auch einen Teil der Kosten übernommen hat. Unterstützt wird die AWO darüber hinaus vom passionierten Freifunker Dominik Homberger, der einige der Freifunk-Router konfiguriert hat. Bislang sind folgende AWO-Einrichtungen mit Freifunk ausgestattet worden:

Geschäftsstelle Böhmerstraße, Service-Center Frankfurter Str., Zentrum Erzstr. Haspe, Helmut-Turck-Zentrum Helfe, Kindertagesstätte Overbergstr. Boelerheide, Peterstr. Iserlohn, Offene Tür Iserlohn, Stadtteilhaus Vorhalle, Schultenhof Eilpe, Kulturhof Emst, Hüttenplatz Haspe, Begegnungsstätte Haspe-Westerbauer, Oller Dreisch Wehringhausen.

Als nächstes wird sich der AWO Unterbezirk den Begegnungsstätten im Märkischen-Kreis widmen, denn gerade in den ländlichen Regionen ist eine Versorgung mit einem schnellen Internetanschluss wichtig, um auch zukünftig eine gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Dies macht deutlich, dass sich die AWO vor den Herausforderungen der Digitalisierung nicht verschließt, was sich auch darin widerspiegelt, dass der Unterbezirk einen dementsprechenden Antrag auf der diesjährigen AWO Bundeskonferenz in Wolfsburg unterstützt.

Es wäre schön, wenn das Engagement der AWO beim Thema Freifunk Nachahmer bei anderen Verbänden, Vereinen und öffentlichen Institutionen finden würde, denn der Zugang zum Internet ist zukünftig nicht nur ein wichtiger Baustein zur gesellschaftlichen Teilhabe, sondern wird auch Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge sein.

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