Sportstättennutzungsgebühren“ mit dem Sport sparen ist besser als am Sport sparen“.

Man hätte sich besser an den Grundsatz“ mit dem Sport sparen ist besser als am Sport sparen“. Denn schon der Pakt für den Sport hatte in Hagen gezeigt, dass man bei einem vernüftigen Dialog zwischen Politik und selbst verwalteten Sport zu tragfähigen Lösungen für alle beteiligten kommen kann. Gerade nach der Einrichtung des Service Center Sport, das vermehrt zu einem Zusammenrücken der beiden Verwaltungseinheiten Stadt und Stadtsportbund führen sollte, hätte die Politik den vorhandenen Sachverstand bemühen können, um nach tragfähigen und effizienten Lösungen suchen können. Aber gegen die Sozialdemokratischen Stimmen haben allen vornweg die Jamaika Parteien vom völlig orientierungslosen Kämmerer getrieben einfach mal eine Einsparsumme von 170.000€ in die Liste der Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen schreiben lassen. Eine Zahl, die einfach über den dicken Daumen bar jeglicher Umsetzungsmöglichkeiten und Sachkenntnisse erhoben wurden.

Nicht einmal im Vorfeld wurde mit dem Sport darüber gesprochen oder nach Vorschlägen gesucht. Eine Setzung die von oben den Vereinen vor die Füße geworfen wird. Eine unsägliche Unverschämtheit betrifft dabei die Schwimmsport treibenden Vereine, die allein von dieser Summe 70.000€ aufbringen sollen.

Zählt man die beim Landessportbund gemeldeten 219 Vereine genauer durch, stellt man fest, dass es nur 8 Vereine gibt, die ein Schwimmangebot den Hagenern offerieren. Diese sollen nun den unglaublichen Brocken von 70.000€ pro Jahr aufbringen. Bliebe es bei diesen Bedingungen, können wir uns vom Schwimmsport in Hagen verabschieden. Auch hier wurde wieder eine Setzung ohne Augenmaß vorgenommen. Welche Menschen sitzen da im Rathaus, bzw. in der Verwaltung? Als eine Begründung für den Sparzwang gab der 1. Beigeordnete Herr Dr. Schmidt bei der Gesprächsrunde mit den Sportvereinen im 10er Treff in Hohenlimburg ab. Man müsse jährlich an Hagenbad 280.000€ für die Nutzung der Vereine zahlen. Die Summe setzt sich aus gezählten Nutzern zusammen. Man zahle 3,43€ pro erwachsenen und 2,24€ für jedes Kind. Vergleicht man dies mit den regulären Eintrittspreisen von 3,50€ bzw. 2,30€ gibt es für die Stadt Hagen keinen Mengenrabatt oder günstigere Bedingungen. Wer hat da eigentlich die Verhandlungen geführt und sich so für die Unterhaltung des Bades vereinnahmen lassen. Warum hat der Kämmerer sein Verhandlungsgeschick nicht eingebracht. Sollen die die Zahlen so geschönt werden?

Die Suppe müssen nun die Vereine auslöffen.

 Ein Blick in die Liste der 219 Vereine in Hagen zeigt, dass 154(plus 8 Schwimmsportvereine) städtische Sportstätten nutzen. Die anderen sind Schützen, Reiter, Kanuten, Segler, Angler, Kegler, Radsportler etc. die überhaupt nicht an der Summe von 170.000€ beteiligt werden können.

Eine Lösung drängt sich bei diesem Bild doch auf, entweder man teilt die Summe unbürokratisch auf die 162 Sportstätten Nutzer auf und kommt ohne großen Zählapell der aufwendig von einer Verwaltungskraft in der Stadtverwaltung nachgehalten werden müsste, auf eine Summe von rund 1000€ pro Jahr und Verein. Diese Pauschale würde natürlich die Frage nach der fairen Verteilung aufwerfen. Die größeren müssen mehr bezahlen. Wer viel nutzt, soll entsprechende Einsparsumme beitragen. Dann sollen natürlich nur die Erwachsenen Sportler belastet werden. Wie viele Erwachsen treiben wann an welchem Ort unter welcher Vereinsflagge Sport?

Die Zahlen müstten erhoben werden, geprüft und eine entsprechende Rechnung den Vereinen zugesandt werden. Ein Mahnwesen müsste sich selbstverständlich anschließen um die säumigen Sportvereinen auf die Füße zu treten und an ihre Pflicht erinnern. Als Ausrede lassen sich viel Argumente anknüpfen, so z.B war man in der besagten Zeiten mit weigern oder gar nicht in der Halle oder auf dem Platz, oder, oder, oder….

Die Sachbearbeitung hätte mit diesem Aufwand sicherlich zu tun. Eine Summe, die der Kämmerer aber von den Einahmen von 170.000€ entsprechend wieder abziehen muss.

Eine Staffelung nach Vereinsgröße, wie von der Verwaltung angedacht, sollte aber nur die Erwachsenen Sportler betreffen. Auch in diesem Modell müssten wieder Nutzerzahlen erhoben und nach Kinder/ Jugendlichen und Erwachsen unterschieden werden.

Wenden wir uns von diesen aufwendigen und unwirtschaftlichen Überlegungen ab und suchen das Gespräch mit dem Sport. Es hat in der Vergangenheit durch die Übernahme der Schlüsselgewalt in den Hallen oder durch die Teilnahme von Sportstätten bereits Einsparungen gegeben. Vielleicht lassen sich weitere Bereiche erschließen, wenn man den Sport an Lösungssuche beteiligt, aber eine Schreibtischentscheidung von sportfernen Verwaltungsgrößen bringt kein tragfähiges und umsetztbares Modell.  Der Blick in die Nachbarstätte würde vielleicht schon helfen.

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